Englischlehrerin Jutta Wolf begleitete das Projekt, von dem sie über einen Schulbuchverlag gehört hatte. In einem Gespräch mit der HZ erklärte sie, dass Schüleraustausche mit Klassen nach England oder die USA recht schwierig und teuer sind. Also gehe man den umgekehrten Weg und habe zwei Muttersprachler nach Haigerloch geholt. So waren Justin Hyatt aus England und Ali Hassan aus den USA eine Woche lang zu Besuch in Haigerloch und übten zusammen mit den 29 Gymnasiasten jeden Morgen Konversation. Nach einer ersten Vorstellungsrunde am Montagmorgen war das Eis schnell gebrochen und die in Gruppen aufgeteilten Schüler sprachen nur noch Englisch. Das Lernen wurde durch Spiel und Sport unterbrochen, zum Beispiel mit dem englischen Spiel "Catch the flag". In der Schulküche des Schulzentrums wurden Rezepte ausprobiert, zum Beispiel original englische Chocolate Cookies. Auch verschiedene Rollenspiele wurden eingeübt und vor den Mitschülern präsentiert. Schließlich gab es noch eine Stadtführung zu den Sehenswürdigkeiten Haigerlochs, einschließlich der ehemaligen Synagoge, wobei den Gymnasiasten die Aufgabe oblag, den beiden Lehrern in deren Muttersprache das Städtchen zu erklären.

Am gestrigen Freitag waren um die Mittagszeit die Eltern zu einem Abschluss in die Aula geladen, wo in Präsentationen und Rollenspielen, natürlich alles auf Englisch, Rückschau auf die vergangene Englisch-Woche mit den beiden Muttersprachlern gehalten wurde.

Jutta Wolf sah das Experiment als bestens gelungen an, werde doch heute mehr denn je auf Englischkenntnisse Wert gelegt. In ähnlicher Weise äußerten sich auch die beteiligten Schüler, die sich viel freier und ungezwungener in der englischen Sprache unterhalten können.