Gruol Gruol sucht nach neuer Bleibe für die Jugend

Am 3. August des vergangenen Jahres brannte das Wohnhaus der Familie Otto Pfister in der Wilhelm-Mercy-Straße in Gruol völlig nieder. Die Brandursache konnte nie ganz aufgeklärt werden. Für die brandgeschädigte Familie richtete die Ortschaftsverwaltung ein Treuhandkonto ein, auf das Spenden aus der Bürgerschaft und des Ortschaftsrates eingezahlt wurden. Am Mittwochabend übergab Ortsvorsteher Otto Schneider den Spendenbetrag von 3675 Euro an  Otto Pfister (rechts). Der bedankte sich sehr und merkte zusätzlich an, dass dieser Betrag gerade ausreiche, um die Baugenehmigungsgebühr des Landkreises für den Wiederaufbau zu bezahlen. In anderen Landkreisen und Städten sei dies bei meist ähnlich gelagerten Brandunfällen gebührenfrei, ergänzte er. Inzwischen sind die Mauern für den Neubau erstellt. Das Dach soll am 8. August aufgerichtet werden.
Am 3. August des vergangenen Jahres brannte das Wohnhaus der Familie Otto Pfister in der Wilhelm-Mercy-Straße in Gruol völlig nieder. Die Brandursache konnte nie ganz aufgeklärt werden. Für die brandgeschädigte Familie richtete die Ortschaftsverwaltung ein Treuhandkonto ein, auf das Spenden aus der Bürgerschaft und des Ortschaftsrates eingezahlt wurden. Am Mittwochabend übergab Ortsvorsteher Otto Schneider den Spendenbetrag von 3675 Euro an Otto Pfister (rechts). Der bedankte sich sehr und merkte zusätzlich an, dass dieser Betrag gerade ausreiche, um die Baugenehmigungsgebühr des Landkreises für den Wiederaufbau zu bezahlen. In anderen Landkreisen und Städten sei dies bei meist ähnlich gelagerten Brandunfällen gebührenfrei, ergänzte er. Inzwischen sind die Mauern für den Neubau erstellt. Das Dach soll am 8. August aufgerichtet werden. © Foto: Wilfried Selinka
Griol / Von Wilfried Selinka 27.07.2018
Soll die Gruoler Jugend im Rathaus oder in der alten Molke untergebracht werden? Der Ortschaftsrat muss noch entscheiden.

In welchen Räumen kommen die Gruoler Jugendlichen künftig unter? Über diese Frage wurde am Mittwochabend im Ortschaftsrat diskutiert, aber noch keine Entscheidung getroffen. Ortsvorsteher Otto Schneider machte dabei zunächst klar, dass die Nutzungsänderung, wonach der Raum im Dachgeschoss des Rathauses als Jugendraum genutzt werden dürfte, vom Landratsamt genehmigt ist.

Allerdings müssten verschiedene bauliche Maßnahmen vorgenommen werden. So bräuchte es aus Brandschutzgründen in den Glasbausteinen im Treppenhaus einen Rauchabzug und eine Brandschutztür statt einer Holztür zum möglichen Jugendraum. Auch die Fenster müssten durch neue, absturzsichere ersetzt werden. Abzubauen wäre zudem das Podest im Inneren des Raumes. Die Kosten für all das bezifferte Schneider auf  rund 20 000 Euro. Zudem müssen 15 Stellplätze nachgewiesen werden, was rund ums Rathaus allerdings kein Problem darstellt.

Als Alternative käme die frühere Molke in Betracht, die im Spätherbst als Lagerstätte des Vereins Schulen für Gambia geräumt wird. Erst dann könnte das Gebäude in Augenschein genommen werden. Sicher ist bereits, dass das Dach saniert werden muss, eine neue Heizung zu installieren ist und auch Sanitäranlagen angebaut werden müssen. Die niedrigste Kostenschätzung liegt hier bei 40 000 Euro. Problematisch wird darüber hinaus das Ausweisen von Stellplätzen.

Klar ist auch, dass die Stadt gemeindeeigene Räume nur noch zur Verfügung stellt, wenn sich – wie eben erst in Owingen – ein Jugendverein formiert.

In der Ortschaftsratssitzung anwesende Jugendliche sprachen sich, nach ihren Wünschen gefragt, eher für die Alternativlösung alte Molke aus, da sie sich im Rathaus wie „Untermieter“ vorkommen würden.

Hauptkommissar Klaus Hell­stern, von der Polizei Balingen und in Gruol wohnhaft, stellte fest, dass es laut Statistik in Gruol derzeit 54 Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren gibt, und diese Gruppe zahlenmäßig am größten im ganzen Stadtgebiet ist. Deshalb sei ein eigener Jugendraum durchaus berechtigt. „Sofern gewünscht, stelle ich meine Erfahrungen zur Verfügung“, so Hell­stern. Das wurde vom Ortschaftsrat einhellig begrüßt. Einig wurde man sich auch darüber, dass die Jugendlichen bis 16. August abklären, wie sie sich die Vereinsgründung vorstellen, um nachfolgend zur Gründung eines Jugendvereins einladen zu können.

Ortsvorsteher Otto Schneider teilte in der Sitzung mit, dass im Rahmen der Straßeninstandsetzungsmaßnahmen im ganzen Stadtgebiet nur 160 000 Euro zu Verfügung stehen. Gruol hatte die Angelstraße mit einem Kostenaufwand von 56 000 Euro angemeldet. Davon  werden die Eckrandbereiche mit einem Betrag von 22 000 Euro realisiert.

22 000 Euro für die Eckenränder

Ortsvorsteher Otto Schneider teilte in der Sitzung mit, dass im Rahmen der Straßeninstandsetzungsmaßnahmen im ganzen Stadtgebiet nur 160 000 Euro zu Verfügung stehen. Gruol hatte die Angelstraße mit einem Kostenaufwand von 56 000 Euro angemeldet. Davon werden die Eckrandbereiche mit einem Betrag von 22 000 Euro realisiert.

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