So gab es zur politischen Weiterbildung ein Planspiel zum Bundesrat und eine Führung im Bundestag. Die unschönen Seiten der deutschen Geschichte wurden durch den Besuch des jüdischen Museums, die Teilnahme an einem thematischen Stadtrundgang ("Leben mit der Mauer") und den Besuch im Stasi-Untersuchungsgefängnis Hohenschönhausen dokumentiert.

Hohenschönhausen war mitunter der beeindruckendste Programmpunkt der Reise. Die Schüler und Schülerinnen wurden in Gruppen von ehemaligen Häftlingen dieses Gefängnisses durch die Gebäude geführt und erfuhren in deren persönlichen Berichten und anschaulichen Beschreibungen der Haftbedingungen Geschichte "aus erster Hand".

Kulturell standen den Gymnasiasten verschiedenste Angebote offen, denen sie sich zuordnen konnten. So konnte ein Teil die großartige schauspielerische Leistung der Dreigroschenoper im Berliner Ensemble genießen, dessen schlichtes, aber effektvolles Bühnenbild begeisterte. Die Aufführung "The Wyld" im Friedrichstadtpalast faszinierte ebenfalls, stellte durch ihr zehn Millionen schweres Budget und mit über 100 agierenden Darstellern etwas komplett anderes als bisher gesehenes dar. Eine Gruppe Schüler traf sogar drei der Künstler nach der Aufführung in einer Kneipe. Der dritte Programmpunkt war ein politisches Kabarett (Distel - "Im Namen der Raute"), das ebenfalls sehr erheiternd und als gut gemacht empfunden wurde.

Natürlich durfte Berlin auch durch eine Stadtrundfahrt, den Besuch der Hackeschen Höfe und die Zeit, die den Gymnasiasten selbst zur Verfügung stand, erlebt werden.