Im Zusammenhang mit dem Haushaltsplan der Stadt (wir berichteten) verabschiedete der Gemeinderat auch den Wirtschaftsplan 2021 des Eigenbetriebs Wasserversorgung mit einem Gesamtvolumen von 3,5 Millionen Euro. Geld wird im Vermögensplan vor allem für Baulanderschließungen und neue Wasserleitungen benötigt.
Beim Wasserzins wurde die  Gebührenkalkulation von 2020 zugrunde gelegt. Diese beinhaltet eine Grundgebühr, gestaffelt nach Zählergröße, von mindestens sechs Euro pro Monat und einer Verbrauchsgebühr von 2,66 Euro pro Kubikmeter. Die Verwaltung erwartet daraus einen Gesamterlös von 1,55 Millionen Euro. Für Beiträge und Zuschüsse können weitere 60.000 Euro erwartet werden. Diese werden für die Finanzierung der Betriebsausgaben verwendet.
Die Geldmittel werden vor allem für den Wasserbezug von den beiden Zweckverbänden Starzel-Eyach und Nordstetter Wasserversorgungsgruppe mit insgesamt 725.000 Euro verwendet. Weitere größere Brocken sind die Kosten für die Unterhaltung der Anlagen, vor allem für die nicht unerhebliche Anzahl von Rohrbrüchen im Leitungsnetz mit 450.000 Euro. Abschreibungen und Zinsen verschlingen 332.000 Euro. An Verwaltungskostenbeiträgen für Personal sind an die Stadt 85.000 Euro zu bezahlen.
Der Vermögensplan schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 1,78 Millionen Euro ab. Dabei wird in verschiedenen Stadtteilen neues Baugelände mit Wasserversorgung erschlossen. Dafür werden insgesamt 362.000 Euro bereitgestellt. Diese werden für folgende Projekte benötigt: „Auf Hirschen“ (zweiter Bauabschnitt) in Gruol, „Schopfloch“ in Stetten, „Hinter Gärten II“ in Hart und „Brunnenrain“ in Owingen.
Aber auch die Erneuerung verschiedener Wasserleitungen sind mit einem Aufwand von 528.000 Euro notwendig. Dies betrifft das „Kreuzergärtle“ und den Goetheweg in Stetten, die Eyachauen in Haigerloch und die Ortsdurchfahrt in Gruol. Die neue Wasserleitung für den Stockenhof in Gruol verursacht Kosten von 363.000 Euro. Im Zuge der allgemeinen Erneuerungen  werden 250.000 Euro notwendig. Weitere 190.000 Euro müssen für die Tilgung von Krediten aufgewendet werden.
Als Hauptfinanzierungsmittel für diese Ausgaben muss ein Kredit über 861.000 Euro aufgenommen werden. Auch kann auf 266.000 Euro Abschreibungen auf Sachanlagen zurückgegriffen werden. Zudem gibt es Zuweisungen, Beiträge und Kostenerstattungen in Höhe von 320.000 Euro sowie Mittel aus Vorjahren und ein Jahresgewinn von gesamt 332.000 Euro.

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Millionen Euro beträgt der voraussichtliche Schuldenstand für den Eigenbetrieb Wasserversorgung nach der erneuten Kreditaufnahmne. Dies entspricht einer Verschuldung von 617 Euro pro Einwohner.