Gymnasium Ehemalige Gymnasiastin aus Haigerloch macht einmal Afrika und zurück

Irina Ruoff (Mitte) mit Schulleiterin Karin Kriesell (rechts) und ihrer ehemalige Deutschlehrerin Kerstin Gotthardt (links) vor den zahlreichen Schülern in der Aula des Gymnasiums.
Irina Ruoff (Mitte) mit Schulleiterin Karin Kriesell (rechts) und ihrer ehemalige Deutschlehrerin Kerstin Gotthardt (links) vor den zahlreichen Schülern in der Aula des Gymnasiums. © Foto: privat
Kerstin Gotthardt 30.09.2017

Bald zehn Jahre ist es her, dass Irina Ruoff aus Bad Imnau am Haigerlocher Gymnasium ihr Abitur absolviert hat. Nun kam sie nach Jahren des Studiums und Arbeitens an ihre alte Schule zurück um den Schülern der Klassen 9 bis Kursstufe 2 ein außergewöhnliches Projekt vorzustellen: The Unexpected Expedition. So lautet der Titel ihrer Reise, die sie gemeinsam mit einer Freundin im Januar antritt, und die vom südlich­sten Punkt in Afrika bis zum nördlichsten Punkt in Europa führen wird.

Ziel ist es, die vielen Klischees gegenüber Afrika abzubauen und den Blick zu schärfen für die wirtschaftlichen, ökologischen und kulturellen Zusammenhänge in einer globalisierten Welt. Dazu unterhält sie sich mit Lehrern, Sozialunternehmern, Künstlern und Menschen, denen sie begegnet.

„Wenn man eine Weile in Afrika gelebt hat, so sieht man die Vielfalt und den Reichtum des Landes mit ganz anderen Augen und möchte auch anderen zeigen, dass es sich lohnt sich mit dem Kontinent auseinanderzusetzen, Vorurteile abzubauen und Rassismus die Stirn zu bieten“, sagt die Development-Management-Studentin, die die letzten anderthalb Jahre in Südafrika studiert hat.

Auf unterhaltsame und fesselnde Art und Weise schaffte es Irina, die Schüler für ihr Vorhaben zu begeistern und gleichzeitig noch eine Lehrstunde in Sachen Berufswahl zu geben. „Ihr seid die Generation der Zukunft und werdet arbeiten müssen bis ihr 70 seid. Also findet heraus, wofür ihr brennt, auch wenn ihr dabei manchmal Durststrecken und Umwege in Kauf nehmen müsst.“

Interessiert zeigten sich die Gymnasiasten auch an der Möglichkeit, Irina Ruoffs Reise über die sozialen Netzwerke mitzuverfolgen und dadurch unterstützen zu können. Denn auch die Finanzierung eines solchen Projekts hängt heutzutage an der Resonanz in den Medien. Über diesen sinnvollen Einsatz von Smartphone & Co freute sich auch Schulleiterin Karin Kriesell und ermunterte nicht nur die SMV dazu, sich mit diesem Projekt weiterhin zu befassen.