Gemeinderat Drei Baustellen in Weildorf

Weildorf / Andrea Spatzal 27.10.2017

Drei Baustellen, zwei größere und eine kleine, stehen in Weildorf an. Der Gemeinderat ebnete am Dienstag für alle drei Vorhaben den Weg. 

Beim ersten Projekt tickt schon die Uhr, den 2018 wird das neue Fahrzeug der Feuerwehr Weildorf in Dienst gestellt und die Feuerwehrgarage befindet sich im denkmalgeschützen Rathaus. Obwohl die Feuerwehrabteilung unter Kommandant Daniel Winz „viele Kompromisse eingegangen ist“, das Fahrzeug „reduziert“ habe, und von anfänglichen Vorschlägen wie Rathaus-Anbau oder Neubau abgerückt sei, wie Ortsvorsteher und FW-Stadtrat Markus Gauss im Gemeinderat betonte, müssen am Rathaus einige Umbauten und Sanierungen vorgenommen werden. Am neuen Fahrzeug liegt’s nicht. Das wurde der Torhöhe angepasst und getestet – „und es geht ohne weiteres rein“, stellte der städtische Bautechniker Bernd Wannenmacher fest. Dennoch müssen die  Feuerwehrspinde versetzt werden. Aber das ist ein kleines Problem, denn auch der Aufgangsbereich und die Aufenthalts- und Sanitärräume müssen erneuert werden. Außerdem hat das Gebäude Defizite in der Elektrik, im Abwasserbereich und „keine richtige Heizung“, so Wannenmacher. Um die Umbauten und Sanierungen planen zu können, sei unbedingt ein Gesamtkonzept nötig, mit dem man am besten einen Denkmalschutz-erfahrenen Architekten beauftragen sollte. Das empfahl auch Bürgermeister Heinrich Götz. In Sachen Denkmalschutz habe die Stadt „schon viele leidvolle Erfahrungen“ gemacht. 150000 Euro sind für das Projekt im Haushalt eingeplant.

Ein ähnliches Bild ergibt sich beim Weildorfer Bürgerhaus. Auch der ehemalige Hagastall, der einstmals von der Tannenburg an seinen heutigen Standort versetzt und anschließend zum Bürgerhaus umgebaut wurde, steht unter Denkmalschutz. Laut Wannenmacher ist jetzt „viel Fraß und Pilzbefall im Fachwerk“. „Durch die Balken scheint schon die Sonne“, verdeutlichte Bürgermeister Götz das Ausmaß der Schäden. Der Hagastall ist als Baudenkmal bereits kartiert. Dennoch muss auch hier ein Architekt einen „Fahrplan“ für die Sanierungsarbeiten erstellen. Im Zuge der Fachwerksanierung an den Außenwänden wird das Bürgerhaus wohl auch eine Innenverkleidung und zugleich Wärmedämmung erhalten. Die Stadt hofft bei diesem Projekt auf Fördermittel.

Die kleinere Baustelle betrifft den Kindergarten, dessen etwa 30 Jahre altes Flachdach undicht ist. Die rund 150 Quadratmeter Dachfläche mit zwei Lichtkuppeln  müssen saniert und neu gedämmt werden. Bei 30 000 Euro liegt der Kostenansatz. Die Arbeiten sollen demnächst ausgeschrieben, im Januar vergeben und im Frühjahr ausgeführt werden.

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