Ein spannendes Jahr hat der Musikverein Owingen hinter sich, an dessen Anfang Stefan Riethmüller den Dirigentenstab von seinem erfolgreichen Vorgänger Frank Schnell übernommen hat. 18 Jahre hatte Schnell das  Owinger Orchester dirigiert. „Dieses Jahr war musikalisch sehr erfolgreich und hat gezeigt, dass wir mit Stefan Riethmüller nicht nur musikalisch sondern auch kameradschaftlich die richtige Wahl getroffen haben“, stellte  Stefanie Hipp in der Hauptversammlung auch im Namen der beiden anderen Vositzenden Markus Bieger und Dietmar Volm fest.

Protokollführer Marc Jerke erinnerte in seinem Bericht an das  bravouröse Einstandskonzert des neuen Dirigenten sowie die Teilnahme am 43. Stadtmusikfest in Stetten und weiteren auswärtigen Musikfesten, unter anderem in Hausen ob Verena und in Hart. Hinzu kamen die Brunnenhockete, das Jahreskonzert und eine Schrottsammlung, außerdem die musikalische Mitwirkung beim 175-jährigen Jubiläum des Gesangvereins Owingen und am Volkstrauertag. Zur Pflege der Kameradschaft wurde ein Ausflug nach Straßburg unternommen und ein Grillfest auf dem Warrenberg veranstaltet.

„Durch die Bereitschaft, uns neuen Herausforderungen zu stellen, und durch konsequente Arbeit haben wir uns als Klangkörper bestens weiterentwickelt“, so das positive Fazit des neuen Dirigenten. Das Orchester habe beim Antritts- wie auch beim Jahreskonzert sein hohes Niveau unter Beweis gestellt. Riethmüllers Wunsch ist es, dass die Musikerinnen und Musiker „das tolle Engagement beibehalten“.

Auch Jugenddirigent Frank Schnell attestierte den Jungmusikern eine „positive Weiterentwicklung“. Zugleich kündigte er an, dass er nach 25 Jahren auch die Leitung der Jugendkapelle nun in jüngere Hände geben möchte. Zum Abschluss der Ära Frank Schnell soll es am Samstag, 4. Mai, ein „Juka-Revivalkonzert“ zusammen mit den Aktiven geben. 50 ehemalige Jungmusiker haben bereits ihre Teilnahme zugesagt. Jugendleiterin Eva Lenhart berichtete über derzeit 31 Kinder und Jugendliche in der Ausbildung und fünf weiteren Kindern im Blockflötenunterricht. Die Jugendkapelle hat 16 Kinder und Jugendliche in ihren Reihen. Melanie Beyer und Anja Lehmann haben die musikalische Früherzeihung kontinuierlich ausgebaut. Außerdem konnte Cornelia Riethmüller für die Blockflötenausbildung gewonnen werden. Jan Dieringer hat die D1-Prüfung bestanden.

Kassierer David Volm konnte ein fast ausgeglichenes Jahresergebnis vorlegen. Elke Henne und Jürgen Bieger attestierten eine tadellose Buchführung.

Ortsvorsteher Karl-Heinz Binder sprach bei der einstimmig gewährten Entlastung von einem „gelungenen Dirigentenwechsel“.

Die Teilwahlen brachten folgendes Ergebnis: Vorsitzender Markus Bieger, Schriftführer André Jerke, Aktiven-Beisitzer Peter Stifel, Harald Stifel und Bernd Hömens, Passiven-Beisitzer Ralf Brandstetter und Klaus Edele sowie Jugendvertreter Simon Teller.

Die fleißigsten Probenbesucher Stefan Straub, Philipp Lörch, Peter Stifel, Robert Henne, Andreas Schmocker und Dieter Hebrank wurden mit einem Gutschein belohnt. Das Tuba-Register bekam mit einem Probenschnitt von 88 Prozent als Königsregister den Wanderpokal.

Ab 1974 hatte Friedrich Stifel im Musikverein Owingen verschiedene Vorstandsämter inne, bis er das Orchester von 1979 an zwölf Jahre erfolgreich als Dirigent leitete. In der Hauptversammlung wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. Für Berthold Stehle gab es für 60 Jahre aktive und fördernde Mitgliedschaft die goldene Ehrennadel mit Diamant des Blasmusikverband Baden-Württemberg.

20


Euro pro Jahr kostet eine Mitgliedschaft im MV Owingen – künftig auch für erwachsene aktive sowie passive Mitglieder. Das wurde mit einer Satzungsänderung beschlossen.