Haigerloch / Max Bäurle Über jede Menge „Neues aus dem Dohlengässle“ freuten sich die Zuschauer im ausverkauften Haigerlocher Bürgerhaus.

Jetzt sind die Dohlengässlerinnen wieder zu dritt: Aus dem Duo Josefe (Dietlinde Elsässer) und Hildegard (Ida Ott) ist wieder ein Trio werden, und Emma, die Dritte im Bunde (Gina Maas), wurde bei den Haigerlocher Mundarttagen im ausverkauften Bürgerhaus Haigerloch mit Spannung erwartet.

Natürlich haben die „Drei vom Dohlengässle“ dem Publikum wieder jede Menge schreiend komische Dialoge serviert. Wie immer trug der schwäbische Dialekt mit seinem hier ganz besonderen Charme zum Gelingen der Dialoge bei, und hin und wieder trieben die Akteurinnen auf der Bühne Schabernack. Klar, dass da auch ein Gläschen Hochprozentiges mit im Spiel war. Und bei diversen Liedern glänzten die drei Damen mehrstimmig beziehungsweise mit tollen Harmonien.

Im ersten Teil saßen Hildegard und Josefe am Kaffeetisch, eine typische Szene aus dem Dorfleben, und malten sich aus, wie die Neue wohl so sein würde. Dabei wurde spekuliert, ob sie Drogen nimmt, etwa schon mal im Knast war, oder Vegetarierin ist. Zudem erwarteten die beiden, dass die Neue einen Kuchen mitbringt. Ob es wohl ein Käsekuchen oder ein Apfelkuchen sein würde?

Groß war dann die Enttäuschung bei dem alt eingesessenen Duo, als Emma, die sich als Mülltaucherin entpuppte, einen eingepackten Hefekuchen aus dem Container präsentierte. Weiter stellte sich heraus, dass die Neue längere Zeit in Australien gelebt hat, und so mussten sich alle erst einmal an den schwäbisch-englischen Dialekt gewöhnen, ehe sie sich daran erinnerte, dass sie ja eigentlich als Älblerin perfekt schwäbisch können müsste.

Ab da war das Trio dann wieder beinahe komplett. Als die Neue zu erklären versuchte, was das australische „Outback“ ist und dabei darauf verwies, dass dort eigentlich gar nichts ist, zog sie als Vergleich Rangendingen heran.

Endgültig als Einheit präsentierten sich die Drei dann im zweiten Teil des Auftritts beim Nähen von Gardinen. Bei den Dialogen sprangen sie von einem Thema ins nächste, so wurde übers Nagelstudio geplaudert und über Traummänner. Da fielen schon mal solch sinnige Sätze wie: „Lieber an domma Scheena, als an scheena Domma“. Beim Thema „Fernsehen“ wurde unter anderem über Quizshows diskutiert mit Sätzen wie „Do hab i scho viel g´wisst bei so Quiz – g´wies“.

Geschnapselt wurde dann zum Satz „Hinter Hart macht einer einen Absacker im Rapsacker“. Außerdem wurde auf der Bühne wie bei Heidi Klum gemodelt, als Kleider dienten die Gardinen. Sowohl bei der Modeschau als auch bei den Werbespots ging man teils mit osteuropäischem Dialekt zu Werke.

Zu den auf beeindruckende Weise vorgetragenen Liedern gehörten unter anderem „Froh zu sein bedarf es wenig“, „Bei mir bist du schön“ „Das gibt´s nur einmal, das kommt nie wieder“ und „Schau mich bitte nicht so an“.

Bei „Ade nun zur guten Nacht“ sangen die Akteurinnen auf der Bühne abschließend gemeinsam mit dem Publikum. Alle zusammen, oder auch „All tugesser“, wie es im Haigerlocher Bürgerhaus im nicht ganz korrekten Englisch hieß.