Weildorf Der Storch steht mitten auf dem neuen Plätzchen

In der Weildorfer Ortsmitte ist dank der Mithilfe des Obst- und Gartenbauvereins, der Dorfjugend, einiger Nachbarn und des Ortschaftsrates  ein schmuckes Plätzchen entstanden. Ortsvorsteher Markus Gauss (links) dankte den Ehrenamtlichen.
In der Weildorfer Ortsmitte ist dank der Mithilfe des Obst- und Gartenbauvereins, der Dorfjugend, einiger Nachbarn und des Ortschaftsrates ein schmuckes Plätzchen entstanden. Ortsvorsteher Markus Gauss (links) dankte den Ehrenamtlichen. © Foto: Wilfried Selinka
Weildorf / Wilfried Selinka 25.07.2018
Mit vereinten Kräften und erstaunlich wenig Geld ist Weildorf zu einem attraktiven Plätzchen in der Ortsmitte gekommen.

Das Loch, das zwei Jahre in der  Weildorfer Ortsmitte klaffte, ist einem schönen kleinen Dorfplätzchen gewichen. Besonders nett: mitten auf dem Grün steht gut sichtbar ein täuschend echt aussehender Storch, das Wappentier Weildorfs.

Ortsvorsteher Markus Gauss lud am Montag vor der Sitzung des Ortschaftsrats alle Nachbarn und freiwilligen Helfern zur Besichtigung des gelungenen Gemeinschaftswerkes ein.

Bereits im Juli 2016 wurde auf dem Platz vor dem Rathaus das Gebäude Edelmannstraße 5 abgebrochen. Der Bürgermeister Karl König hatte lange Jahre in dem Haus gewohnt. Nach dem Abbruch wucherte Unkraut auf der eingeschotterten Lücke.

Der Anblick sei ihm lange „ein Dorn im Auge“ gewesen, bekannte Ortsvorsteher Gauss bei dem Besichtigungstermin. Weil die Stadt für Extrawünsche bekanntlich momentan kein Geld erübrigen kann, waren kostengünstige Ideen gefragt.

Für den Ortschaftsrat war klar, dass der obere, flache Bereich des Grundstücks als Parkplatz  dienen soll. Der Bereich wurde asphaltiert, vier Stellplätze wurden angelegt.

Der zur Edelmannstraße hin abfallende Teil des Grundstücks wurde nun unter Mithilfe des Obst- und Gartenbauvereins Weildorf in eine ansehnliche Grünanlage verwandelt. Zwei Esskastanien, zwei Kugelakazien und ein Apfeldorn wurden vom Verein gekauft und eingepflanzt.

Die Firma Best aus Hechingen stiftete eine Sitzbank für das Plätzchen sowie auch eine Sitzgruppe direkt angrenzend an das Backhaus. Den Bodenbelag, ein gebrauchtes Porphyrpflaster, wurde von Jugendlichen des Jugendhauses verlegt. Ein Nachbar hat den Jugendlichen für die Belagsarbeiten einen Rüttler zur Verfügung gestellt.

Auf einer steil abfallenden Fläche haben Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins und des Ortschaftsrates Bodendecker gepflanzt.

Nachbarn kümmerten sich um die jungen Pflanzen, Bäume und den eingesäten Rasen. Die anhaltende Trockenheit konnte dem jungen Grün nichts anhaben, da es immer gut gegossen wurde.

So haben viele mitgeholfen, nicht zu vergessen auch das städtische Bauamt und die Mitarbeiter des Bauhof, dass mit wenig Geld ein „gelungenes, schmuckes und heimeliges Plätzchen“ entstanden ist, wie Ortsvorsteher Markus Gauss feststellte. Allen, die dazu beigetragen haben, sprach er ein herzliches Danke­schön aus. Dann wurde mit einem Gläschen Sekt auf das gelungene Gemeinschaftswerk angestoßen.

In der anschließenden Sitzung des Ortschaftsrats teilte der Ortsvorsteher noch mit, dass im Rahmen des Straßenunterhaltungsprogramms der Fußweg in der Edelmannstraße bis zum Butzengraben und Gehwege im Kätzling mit einem Kostenaufwand von rund 11 000 Euro saniert werden.

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