Hauptübung Bittelbronner Wehr meistert ihre Aufgaben

Menschen retten – das war die erste Aufgabe der Bittelbronner Wehr bei der Hauptübung.
Menschen retten – das war die erste Aufgabe der Bittelbronner Wehr bei der Hauptübung. © Foto: Wilfried Selinka
Bittelbronn / Wilfried Selinka 16.10.2017

Menschenrettung aus einem verunglücktem Fahzeug und aus einem brennendem Gebäude, Brandbekämpfung und natürlich Wasserförderung – das waren die Schwerpunkte der Hauptübung der Bittelbronner Feuerwehr bei der Hauptübung. Sie fand mitten im Ortskern von Bittelbronn statt.

Die Übung erläuterte Markus Stehle über Lautsprecher den vielen Zuschauern, unter ihnen auch Ortsvorsteher Gerd Klingler und mehrere Ortschaftsräte.

Ihr lag folgende Idee zugrunde: Ein Autofahrer kommt in der scharfen Kurve beim Rathaus von der Straße ab und fährt in ein auf der rechten Seite stehendes Wohnhauss, wobei er den Besitzer des Hauses anfährt.

Der Fahrer selbst wird im Fahrzeug eingeklemmt. Durch den Aufprall fängt zudem das Wohnhaus Feuer. Sechs Menschen sind durch rasche Rauchentwicklung eingeschlossen.

Um 16.34 Uhr ertönte die Sirene auf dem Rathaus und lösten die digitalen Meldeempfänger bei den Bittelbronner Wehrmännern Alarm aus. Bereits drei Minuten später war die Abteilung Bittelbonn mit ihrem Mittleren Löschfahrzeug und dem in Bittelbronn stationierten Mannschaftstransportwagen an Ort und Stelle. Die Einsatzleitung lag bei Volker Kost, dem Thomas Fischer als Gruppenführer zur Seite stand.

Nach Erkundung der Lage wurde der Löschzug Mitte mit dem Haigerlocher Hilfelöschfahrzeug HLF 20/20 und der Drehleiter DLG 23/12 unter der Leitung von Patrick Kornwachs und die Abteilung Weildorf unter Gruppenführer Sebastian Strobel mit ihrem Tragkraftspritzenfahrzeug an den angenommenen Einsatzort beordert.

Als Erstmaßnahme der Bittelbronner Wehr wurde die Menschenrettung mit Atemschutzträgern eingeleitet. Sie hatte zudem die Aufgabe für die Löschwasserversorgung vom Hydranten aus zu sorgen, während die inzwischen eingetroffenen Einsatzkräfte der Weildorfer Wehr eine zusätzliche Löschwasserversorgung durch die Wasserentnahme aus einem Brunnen im Unterdorf verlegte.

Mit Hilfe von Hebekissen

Die Haigerlocher Wehr befreite mit Hilfe von Hebekissen den unter dem Fahrzeug begrabenen Hausbesitzer und rückte mit Schere und Spreizer dem Fahrzeug zu Leibe, um den eingeklemmten Fahrer zu retten. Über die in Stellung gebrachte Drehleiter wurden weitere eingeschlossene Personen in Sicherheit gebracht. Innerhalb von sieben bis 15 Minuten nach der Alarmierung waren alle eingeschlossenen und verunglückten Personen gerettet und wurden vom DRK betreut.

Der Stellvertretende Gesamtwehrkommandat Rainer Volm  sprach bei der abschließenden Übungskritik von einer „gut durchdachten“ und erfolgreichen Übung, bei der alle Aufgaben wirklich hervorragend gelöst worden seien.