Trillfingen Betriebe in der Region bestens ausgelastet

Beim 62. Trillfinger Gewerbejahrtag stellten sich die Mitglieder des Gewerbevereins samt Gästen nach dem Gottesdienst dem Fotografen.
Beim 62. Trillfinger Gewerbejahrtag stellten sich die Mitglieder des Gewerbevereins samt Gästen nach dem Gottesdienst dem Fotografen. © Foto: Wilfried Selinka
Trillfingen / Wilfried Selinka 06.11.2018
Der 62. Jahrtag des Trillfinger Gewerbevereins blickte am Montag für Gewerbe, Handwerk und Handel voller Optimismus in die Zukunft.

Dem Gewerbejahrtag des Trillfinger Gewerbevereins – schon der 62. – ging traditionsgemäß der Gottesdienst für die verstorbenen Mitglieder in der Wendelinuskapelle voraus, den Pfarrer Dieter Mayer zelebrierte und Karl Müller an der Barockorgel musikalisch mitgestaltete. Die anschließende Zusammenkunft im Tennisheim war geprägt von weiterhin positiven Zeichen für das einheimische Handwerk und Gewerbe.

Ein herber Verlust war im vergangenen Jahr der Tod der beiden Ehrenmitglieder Heinz Erdmann und Wolfgang Sauter sowie des Ehrenvorsitzenden Heinz Haber. Letzterer war bis 2005 24 Jahre Vorsitzender und hat in dieser Zeit viel bewegt.

Laut Vorsitzendem Oliver Kurz hat der Gewerbeverein Trillfingen derzeit 40 Mitglieder. Martin Beuter, langjähriger Schriftführer, zweiter Vorsitzender und Beisitzer, wurde für sein langjähriges, ehrenamtliches Tun mit einem Geschenk bedacht.

Schatzmeister Simon Fecht meldete ein Plus in der Kasse, Rolf Sidler attestierte eine tadellose Kassenführung. Da der zweite Kassenprüfer Heinz Haber verstorben ist, wurde Karl-Heinz Sauter kommissarisch für ein Jahr in dieses Amt gewählt. Schriftführer Markus Amann gab Einblick in die Aktivitäten des Gewerbevereins. Vor allem die letztjährige Besichtigung der Rosenfelder Firma Blickle, Räder und Rollen, fand Erwähnung. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet.

Bürgermeister Götz bezeichnete den Gewerbejahrtag als „eine gute Werbung für all diejenigen, die mit ihrer Hände Arbeit Geld verdienen“. Die Bevölkerung habe dies längst begriffen, im Gegensatz zur Regierung, die immer noch den Fokus auf ein akademisches Studium lege. Handwerk, Gewerbe und Handel hätten in der Öffentlichkeit eine hohe Zufriedenheitsquote.

Grüße der Handwerkskammer Reutlingen überbrachte dessen Vizepräsident und Kreishandwerksmeister August Wannenmacher. In Deutschland habe das Handwerk mit über einer Million Betrieben und 5,4 Millionen Beschäftigten bei 360 000 Ausbildungsplätzen einen hohen Stellenwert. In Baden-Württemberg sind es im Handwerk 792 000 Beschäftigte mit 48 000 Auszubildenden, wobei dabei die Anzahl derer mit Abitur mit jetzt 14 Prozent stetig ansteigt. „Durch die gute Konjunktur sind die Betriebe gut ausgelastet“ so Wannenmacher, wobei es nicht in allen Branchen rundlaufe. Preissteigerungen vor allem auf dem Bau führt die Handwerkskammer vor allem auf unangemessene Forderungen der Architekten und Behörden zurück.

August Wannenmacher lobte die duale Ausbildung. So konnten trotz Rückgangs der Schulabgänger mit durchschnittlich 2000 Ausbildungsverträgen im Kammerbezirk die gleich hohe Zahl abgeschlossen werden wie in den Vorjahren. Dicke Anerkennung durfte Bundespräsident Frank­-Walter Steinmeier einstreichen, der sich für eine gleichwertige Anerkennung von Ausbildung und akademischer Bildung ausspreche.

Ein uneingeschränktes Lob galt auch den Trillfingern Gewerbetreibenden mit der Überreichung des Altmeisterdanks an Rolf Sidler und Josef Pfeffer.

Besuch bei Bäckerei Sehne

Ortsvorsteher Hermann dankte den ortsansässigen Geschäftsleuten für das Miteinander in der Trillfinger Vereinsgemeinschaft und für die Unterstützung der örtlichen Vereine. Nach dem Mittagessen brachen die Mitglieder  auf zur Besichtigung der Bäckerei Sehne aus Ehningen, die eine Bäckereifiliale im Ort betreibt.

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