Windkraft Besucher staunen über Windpark-Dimensionen

Zahlreiche Besucher  machten sich bei Führungen durch das Plangebiet und an Infoständen der BI Gegenwind selbst ein Bild von den Ausmaßen des Windparks „Hohwacht.
Zahlreiche Besucher machten sich bei Führungen durch das Plangebiet und an Infoständen der BI Gegenwind selbst ein Bild von den Ausmaßen des Windparks „Hohwacht. © Foto: Egidius Fechter
Stetten / Egidius Fechter 20.09.2017

Gut besucht war der Infotag mit Waldfest der Bürgerinitiative Gegenwind Hohenzollern beim Schützenhaus in Stetten. Bereits um 11 Uhr zog die erste Gruppe los und wanderte unter Begleitung von Walter Stocker Richtung Hohwacht, in das Gebiet der geplanten Windräder. Auf der Anhöhe, etwa 500 Meter vom Schützenhaus entfernt, hatten Mitglieder der Bürgerinitiative einen Kreis mit 300 Meter Durchmesser abgesteckt, um den Besuchern den Flächenverbrauch zu verdeutlichen der für das Fundament eines Windrates notwendig ist. Manche Besucher konnten das riesige Ausmaß der zirka 0,7 Hektar kaum fassen und maßen nochmal nach. Dabei wurde bei der Führung erläutert, dass  die Fläche in der Hohwacht wegen des sandigen Keupers und der Nähe zur Erdbebenzone des „Hohenzollerngrabens“ wohl noch weitaus größer werden dürfte. Mit einer beklebten Plexiglasscheibe, durch die die Besucher durchschauen konnten, wurde außerdem verdeutlicht, wie die Windräder auf der Hohwacht aussehen könnten. Wegen des großen Interesses gab es gleich noch eine zweite Führung. Der Weg führte auch hier auf dem Hohenzollernwanderweg bis zum östlichen Rand des Plangebiets, wo deutlich zu sehen war, wie nahe die ersten Häuser von Rangendingen stehen: nur etwas mehr als einen Kilometer entfernt.

Weitere Führungen folgten am Nachmittag. Auch kleinere Einzelgruppen waren unterwegs, um sich selber ein Bild davon zu machen, welche Naturzerstörung  der geplante Windpark verursachen würde.

Vor dem Schützenhaus war ein Infostand aufgebaut an dem Mitglieder der Bürgerinitiative den interessierten Bürgern vor allem aus Stetten, Rangendingen und Grosselfingen Auskunft geben konnten. Auch Politikerinnen und Politiker der SPD, FDP und AfD informierten sich über das Projekt und die damit zusammenhängenden Problematiken.
Im Schützenhaus war ein Beamer aufgebaut. Dort konnten sich die Besucher anhand von verschiedenen Videoclips ebenfalls ausführlich informieren.

Auch an die jüngeren Besucher war mit Naturspielen und Spurensuche im Wald gedacht. Für die Bewirtung mit Grillgut sorgten die Mitglieder der Bürgerinitiative sowie der Schützenverein, der Kaffee und Kuchen und Getränke servierte.

Spontan fuhren einige BI-Mitglieder an diesem Tag noch nach Balingen, um dort Umweltminister Franz Untersteller die Anliegen und Forderungen der BI Gegenwind zu übergeben (wir berichteten). Auch er war nach Stetten eingeladen, wollte aber sich wohl der Diskussion dort nicht stellen.

Der Sprecher der Bürgerinitiative Alexander Siedler zeigte sich mit der Veranstaltung sehr zufrieden. Der gute Besuch trotz zahlreicher anderer Veranstaltungen im Raum Haigerloch zeige, dass viele Bürger die Sorgen der Bürgerinitiative teilen und die momentan geplanten acht Windräder und damit die Naturzerstörung auf der Hohwacht zu verhindern.

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