Trillfingen Beisetzen unter Bäumen

Eine Baumgraburnenanlage (wie diese) soll es künftig im Friedhof Trillfingen geben. Das hat der Ortschaftsrat einstimmig beschlossen. 
Eine Baumgraburnenanlage (wie diese) soll es künftig im Friedhof Trillfingen geben. Das hat der Ortschaftsrat einstimmig beschlossen.  © Foto: Wilfried Selinka
Trillfingen / Wilfried Selinka 15.02.2018
Der Trillfinger Ortschaftsrat stimmt für eine „Baumgraburnenanlage“. Entstehen soll sie gegenüber der Aussegnungshalle.

Der Trillfinger Ortschaftsrat hält in der Diskussion um neue Bestattungsformen nichts von Urnenstelen, wie es sie bereits in den Friedhöfen in Haigerloch und Stetten gibt. Er möchte eine Baumgraburnenanlage als alternative Bestattungsform zu den bestehenden Einzel- und Doppelgräbern, Rasen- und Urnengräbern anlegen. Das beschloss der Rat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig.

Als Standort kommt die freie Fläche gegenüber der Aussegnungshalle in Frage. Letztlich will Ortsvorsteher Hermann Heim aber nicht den Gesprächen mit der Fachfirma vorgreifen, sondern sich von ihr über einen alternativen Standort im Friedhof beraten lassen. Überzeugt hat den Ortschaftsrat bei seiner Entscheidung vor allem die naturnahe Bestattungsform um einen Baum, wobei bei der Lage in der Nähe der Aussegnungshalle entlang der Friedhofsmauer auch noch Sitzgelegenheiten geschaffen werden könnten.

Der Ortsvorsteher und Ortschaftsrat Waldemar Schneider haben für eine solche Anlage ein Angebot eingeholt. Anhand von Fotos wurde den Räten gezeigt, wie eine solche Grabanlage später aussehen könnte.

Wie könnte die neue Grabanlage aussehen?

Die einzelnen Urnenkammern sind unten offene Edelstahlröhren mit einem verschraubbaren Bronzedeckel mit Baummotiv oder Namensangabe als Verschluss. Sie werden kreisrund in einer Achter- beziehungsweise Sechzehnerreihe um einen noch zu pflanzenden Baum gruppiert.

Der Deckel lässt sich nur mit einem Spezialschlüssel auf- und zuschrauben. In diesen Röhren können zwei bis vier Urnen beigesetzt werden – und laut Ortsvorsteher Heim nach Ablauf der Ruhezeit mehrfach wiederverwendet werden. Hierfür müssen dann nur die Namensschilder auf dem Bronzedeckel ausgetauscht werden. Auch anonyme Bestattungen sind möglich. Nach Auflösung des Urnengrabes bleibt der Baum als Ort des Gedenkens und der Trauer bestehen. se

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