Bad Imnau An die Maiandacht-Historie erinnert

Gut besucht war die Maiandacht bei der Binder-Madonna in Bad Imnau.
Gut besucht war die Maiandacht bei der Binder-Madonna in Bad Imnau. © Foto: Gunar Haid
Bad Imnau / Gunar Haid 11.05.2018
Über 100 Gläubige feierten in Bad Imnau bei Traumwetter die Madonna-Maiandacht mit.

Bei Sonnenschein fanden sich über 100 Gläubige zur dritten Maiandacht nach der Renovierung bei der Binder-Madonna im Gewann „Hauchen“ ein. Pfarrer Dieter Mayer erinnerte nach dem Gesang von Marienliedern an die Historie der Maiandachten, welche erst Mitte des 19. Jahrhunderts in Deutschland Einzug hielten. Sinn dieser Andacht im Freien war das Beten für gutes Wetter, vor allem für die Landwirtschaft.

Das traditionelle Madonna-Gedicht von Maria Haid trug dann Anita Pabst vor. Die Madonna war 1957 von Luzia Binder erstellt worden, nachdem diese im Zweiten Weltkrieg gleich vier Söhne verloren hatte. Die Statue solle auch als Mahnmal für die Sinnlosigkeit von Kriegen und ein Symbol für Frieden und Aussöhnung darstellen.

Franz Eger, der von Band die Lieder „The Rose“, „Halleluja“ und „Ave Maria“ einspielte, dankte nach der Andacht dem Pfarrer, den Spendern und Helfern. Die Imnauer Alterswehr hat die Madonnenfigur des Haigerlocher Bildhauers Alfred Vees vor drei Jahren in mühevoller Handarbeit restauriert und den ganzen Platz am Eichhörnchenweg neu gestaltet. Neben der Lichtmess-Fackelwanderung am 2. Februar soll die Maiandacht als alljährliche Veranstaltung bei der Madonna erhalten werden.

Nach der Zeremonie lud die Alterswehr unter schattenspendenden Bäumen zu Kaffee und Kuchen ein, wo sich auch Pfarrer  Dieter Mayer und Ortsvorsteher Robert Wenz zu den Gästen gesellten.