Da die Feier des Trillfinger Kirchenpatrons St. Valentin, dem italienischen Märtyrer aus dem dritten Jahrhundert, auf den kommenden Fasnachtssonntag gefallen wäre, wurde der Festgottesdienst eine Woche vorverlegt. Der katholische Kirchenchor unter der Leitung von Karl Müller bereicherte den Gottesdienst mit der "Messe Nr. 6" von Charles Gounod.

Dazu kamen als weitere musikalische Höhepunkte rhythmisch-moderne, musikalische Botschaften, wie das "Halleluja - Sei gepriesen o Gott" vor und nach dem Evangelium in deutscher Sprache, einem Tanzlied aus Sambia entnommen, sowie das Segenslied "Wasma Ajelile - Herr du hast uns gesandt". Beide Chöre stammen aus der "Misa Africana" aus der Feder des 58-jährigen Michael Schmoll, Professor für Musiktheorie am Institut für Musik in Osnabrück

Modern in seinem Ausdruck war auch das a cappella gesungene "Jubilate Deo" aus einer Jazz-Motette von J. F. Michel.

Zum ersten Mal trug der Kirchenchor den Chor "Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses" von Friedrich Silcher vor, was den geschlossenen Eindruck der Sängerinnen und Sänger noch verstärkte. Und natürlich durfte zum Schluss auch das gemeinsam mit der Gemeinde gesungene moderne Valentinslied nicht fehlen. "Gib, Sankt Valentin, uns ein Herz nach deinem Herzen. Zeige uns den Sinn in der Liebe, Lust und Schmerzen", heißt es im Refrain.

In seiner Predigt verstand es Pfarrer Dieter Mayer, die Verbindung herzustellen zwischen dem Kirchenpatron, dem Heiligen Valentin, als Schutzpatron der Liebenden, und dem Sonntagsevangelium, in dem Petrus Jesus zu seiner kranken Schwiegermutter gerufen wird, um sie zu heilen. Durch das Sakrament der Ehe würden Mann und Frau nicht nur Verantwortung füreinander übernehmen, sondern durch die Heirat werde die Liebe und Verantwortung auch auf die größer gewordene Verwandtschaft ausgedehnt. So habe Gott durch das Ehesakrament seine Liebe zu den Menschen bezeugt. Pfarrer Dieter Mayer ermunterte die Gläubigen, mehr von der von Herzen kommenden Liebe Jesu an die Mitmenschen weiter zugeben, diese mit ihnen zu teilen, um füreinander zum Heil zu werden. Diese Liebe solle den ganzen Menschen mit Herz, Leib und Seele erfüllen.