Haigerloch Abwassermeister verbucht Minusrekord

Bürgermeister Heinrich Götz hat als Vorsitzender des Abwasserverbandes Unteres Eyachtal zwei neue Stellvertreter: Bürgermeister Ralph Zimmermann aus Horb und Bürgermeister Ferdinand Truffner aus Empfingen (v. l.).
Bürgermeister Heinrich Götz hat als Vorsitzender des Abwasserverbandes Unteres Eyachtal zwei neue Stellvertreter: Bürgermeister Ralph Zimmermann aus Horb und Bürgermeister Ferdinand Truffner aus Empfingen (v. l.). © Foto: Wilfried Selinka
Haigerloch / Wilfried Selinka 15.06.2018
Der Zweckverband Unteres Eyachtal verbucht die niedrigste Abwassermenge seit Bestehen der Kläranlage, also seit 40 Jahren.

Wichtigster Tagesordnungspunkt der Verbandsversammlung des Abwasserverbandes Unteres Eyachtal am Mittwoch im Bürgerhaus Haigerloch war aber zunächst die Wahl der stellvertretenden Verbandsvorsitzenden. Die Neubesetzung bis zum Ende der Wahlperiode im Jahr 2022 war nötig, da Horbs Bürgermeister Jan Zeitler zum Bürgermeister der Stadt Überlingen gewählt wurde und Empfingens Bürgermeister Albert Schindler in den Ruhestand getreten ist. Zu deren Nachfolgern einstimmig gewählt wurden die Amtsnachfolger Ralph Zimmermann, Horb, und Ferdinand Truffner, Empfingen. Verbandsvorsitzender Dr. Heinrich Götz begrüßte die Gewählten im Amt.

Abwassermeister Gerd Hölle stellte anschließend die wichtigsten Fakten und Daten des Betriebsjahres  2017 vor. Das extrem trockene Jahr mit einer Niederschlagsmenge von nur 634 Liter pro Quadratmeter habe sich  auf die Verbandskläranlage ausgewirkt. Es wurden knapp 560 000 Kubikmeter Abwasser gereinigt – der niedrigste Wert seit Bestehen der Kläranlage, also seit 40 Jahren. Der Strombedarf betrug rund 230 000 Kilowattstunden und lag damit unter dem Wert des Vorjahres. Seit Juli ist ein Blockheizkraftwerk in Betrieb, das 26 Prozent des Stromverbrauchs abdeckte.

Gute Reinigungswerte sind das Markenzeichen der Sammelkläranlage. Sämtliche Parameter liegen unter den Grenzwerten. Außergewöhnlich war die vollständige Entleerung des Faulturmes nach 14 Jahren. Erfreulich war dabei, dass der Turmes bei der Inspektion keinerlei Beschädigungen aufwies. Der Abwassermeister informierte außerdem über die Kanalbefahrung zwischen Dommelsberg und der Kläranlage, die für 2017 geplant war, dann aber abgesagt und neu ausgeschrieben werden musste und jetzt im Spätsommer stattfinden soll.

Haigerlochs Stadtkämmerer und Verbandsrechner Timo Müller stellte die Jahresrechnung vor. Die Leerung des Faulturms und die damit verbundene höhere Schlammentsorgung hätten Mehrausgaben verursacht, sonst sei das Haushaltsjahr planmäßig verlaufen. Die Jahresrechnung wurde einstimmig festgestellt.

Ebenso einstimmig wurde der  Haushalt 2018. Hier wurden 35 000 Euro mehr für die Klärschlammentsorgung angesetzt. Notwendig ist auch die Neubeschaffung eines Fahrzeugs für das Klärpersonal. Der diesjährige Haushalt weist Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 458 100 Euro aus. Die Verbandsgemeinden Haigerloch, Horb und Empfingen haben eine Betriebskostenumlage von 276 100 Euro zu bezahlen, ein Mineralbrunnenbetrieb zahlt 80 000 Euro Umlage. Außerdem wird eine Kapitalumlage der drei Verbandsgemeinden wird in Höhe von 55 000 Euro fällig.

Zum 1. Januar 2019 wird der Verbandshaushalt auf das neue Kommunale Haushalts- und Rechnungswesen (NKHR) umgestellt.

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Kubikmeter Schlamm wurden auf der Kläranlage entwässert und dann verbrannt. 680 Kubikmeter Klärschlamm wurden an die Landwirtschaft abgegeben.

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