Gruol SV Gruol hilft im Kampf gegen Blutkrebs

Gruol / Andrea Spatzal 20.07.2018
Es ist eine Herzensangelegenheit für Denis Gonszcz und „seinen Verein“, den SV Gruol: Die DKMS-Spendenaktion am Samstag, 21. Juli.

Er hat selbst gerade „eine der härtesten Phasen“ seines noch jungen Lebens durchlebt. Vielleicht gerade deshalb setzt sich der 28-jährige Denis Gonszcz mit so viel Engagement und Herzblut für die DKMS-Spendenaktion ein, die „sein Verein“, der SV Gruol, an diesem Samstag, 21. Juli, auf dem Sportgelände „Freihof“ in Gruol veranstaltet.

Denis Gonszcz ist ein leidenschaftlicher Fußballer und jüngster Spielertrainer der Bezirksliga Zollern. Von Beruf ist er Audi Neuwagenverkäufer im bhg Autohaus Balingen.

Im August 2017, kurz nach seinem Antritt in Gruol, erlitt der Empfinger eine so schwere Verletzung, dass nicht klar war, ob er je wieder wird spielen können.

Aber der 28-Jährige ist eine Kämpfernatur. Vier Operationen hat er hinter sich, die nächste und letzte steht ihm jetzt, Mitte August, bevor. „Ich bin ein Positivdenker mit der Hoffnung und dem Ehrgeiz für ein Comeback“, sagt Denis Gonszcz. In seinem kleinen, familiären und einzigartigen Verein in Gruol sei er „überglücklich“. „Dieser Verein gibt mir sehr viel!“

Dieses Feeling, dieser Zusammenhalt, dieser Teamgeist ist es, den der SV Gruol, der an diesem Wochenende mit einem viertägigen Sportfest sein 90-jähriges Bestehen feiert, mit der DKMS-Registrierungsaktion in die Öffentlichkeit tragen will. Wir fragten bei Denis Gonszcz nochmal nach, wie es zu dem besonderen „Programmpunkt“ gekommen ist.

Was hat den SV Gruol dazu bewegt, in das Jubiläumsfest eine DKMS-Aktion zu integrieren?

Denis Gonszcz: Der Fall Angela Wehrmann, eine Freundin von mir, hat uns dazu bewegt, dass wir uns mit dem Thema beschäftigt haben, und erkannt haben, dass es so viele Menschen gibt, die an Blutkrebs leiden, um ihr Leben zittern müssen, jedoch hoffnungsvoll auf einen passenden Spender warten und kämpfen.

Je mehr Spender registriert sind, desto höher die Chancen für Leu­kämiepatienten in aller Welt, einen passenden „genetischen Zwilling“ zu finden. Also sollte es so viele Spenderaktionen wie möglich geben. Was würden Sie einem Verein raten, der sich den SV Gruol zum Vorbild nimmt und auch eine DKMS-Aktion organisieren möchte. Wie hoch ist der Aufwand? Woran muss man denken?

Gonszcz: Als Team, als Verein ist der Aufwand mit den heutigen Möglichkeiten wie Social Media ein Kinderspiel, wenn man im Hinterkopf hat, was man mit solch einer tollen Aktion bewirken kann. Unser Zusammenhalt und Teamgeist spricht für uns,  auf dem Platz wie auch neben dem Platz möchten wir gemeinsam was bewirken.

Sind Sie selbst in der Knochenmarkspenderdatei registriert?

Ja selbstverständlich, ich würde mich voller Freude als Spender zur Verfügung stellen, um einem Menschen sein Leben zurück zu schenken.

Wo und wann haben Sie sich registrieren lassen?

Mit 16 Jahren habe ich bei einer Aktion in Frommern teilgenommen, dort gab es eine Spenderaktion für einen Lehrer.

Was wünschen Sie sich für die Spenderaktion am Samstag?

Ich wünsche mir ganz viele herzliche Menschen, die bereit sind, Menschenleben zu retten, denen wir mit unserer Aktion die Augen geöffnet haben, mit welchem kleinen Aufwand man den Blutkrebs besiegen kann. Ich wünsche mir, dass wir mit unserer Aktion passende Spender für viele, viele Patienten finden, und wir Menschen ihr Lächeln zurückgeben können.

90 Jahre Teamgeist: Sportverein Gruol

Der SV Gruol feiert von Freitag, 20. Juli, bis Montag, 23. Juli, auf dem Sportgelände „Freihof“ sein 90-jähriges Bestehen.
Freitag: 18 Uhr Elfmeterturnier, 21 Uhr  „Malleparty“
Samstag: 11 bis 17 Uhr DKMS-Registrierungsaktion; 10 Uhr Bambini- und F-Jugend-Turniere; 12.30 Uhr Einlagenspiel; 14.30 Uhr E-Jugend-Turnier; 19 Uhr AH-Turnier; 21 Uhr Livemusik mit dem Rock-Ensemble „Leeeza“
Sonntag: 10 Uhr Jubiläumsturnier, 11 Uhr Frühschoppen MV Gruol und Mittagstisch, 14 Uhr Mitgliederehrungen
Montag: 16.30 Uhr Handwerkervesper mit Musik

Kämpfernatur: Angela Wehrmann

#Angis_Kampf Die 32-jährige Angela Wehrmann aus Rangendingen ist an Blutkrebs erkrankt. Auf dem Internetportal Instagram lässt sie Menschen an ihrem Kampf gegen die Krankheit teilhaben. Vor einem Tag postete sie ein Bild und ein Video von ihrer sechsten Knochenmarkentnahme. Eine Tortour, zumal diese Eingriffe ohne Narkose gemacht werden. Aber Angi, wie die junge Mutter und Lehrerin von ihren Freunden genannt wird, erträgt die Schmerzen klaglos. Denn sie blickt voller Zuversicht einer Stammzellentransplantation entgegen. Zwar nicht bei der Registrierungsaktion, die der SV Rangendingen im April für sie organisiert hatte, aber kurz danach wurde ein „genetischer Zwilling“ für Angi gefunden. spa

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel