Jahrtag „G´schupfte Nudla“ für die Schäfer am Jahrtag

Beim Titel „Badkapp“ sangen die „Heiligen 3 Zemmerner“ a cappella und umgarnten dabei noch eine flotte Dame.
Beim Titel „Badkapp“ sangen die „Heiligen 3 Zemmerner“ a cappella und umgarnten dabei noch eine flotte Dame. © Foto: Max Bäurle
Trillfingen / Max Bäurle 26.10.2017

Im gut gefüllten Vereinsheim würdigte Ortsvorsteher Hermann Heim das Engagement der Schäferzunft und lobte Zunftmeister Martin Beuter und Kerzenmeister Berthold Schwarz. Heim erhoffte sich für die Zukunft, dass die wichtigen Leute weiter zur Stange halten. Laut ihm zählt die Trillfinger Schäferzunft derzeit 120 Mitglieder, er sprach aber den Wunsch aus, dass in der Zukunft mehr junge Leute gewonnen werden können.

Dann trat der Männergesangverein auf und erwies sich zwar nicht als „Der neue Jahrgang“, präsentierte sich aber frisch und motiviert. Die Sänger träumten sich „Weit, weit weg“ und forderten ihr Publikum auf „Always Look On The Bright Side Of Life“. Sie betonten „Männer mag man eben“ und waren auch um das „Hohenzollernlied“ nicht verlegen. Das Stück „Gewiss, heut sind die Schönen nur gekommen“ wurde umgetextet in „Gewiss, heut sind die Schäfer nur gekommen“.

Dann machten die „Heiligen 3 Zemmerner“ die Bühne unsicher. Bei Hermann Bächle (Bass, Gesang), Robert Schellhammer (Schlagzeug, Gesang) und Martin Stehle (Gitarre, Gesang) drehte sich fast alles ums Schwabenland. Zwischen den Liedern gab es Frotzeleien der Bandmitglieder, die sich immer wieder gegenseitig auf den Arm nahmen und auch Anekdoten einstreuten.

Im Mittelpunkt standen aber nicht die Sprüche, sondern die Lieder. So durften sich die Gäste über viele witzige Titel freuen wie „G’schupfte Nudla“ oder das „Hoimatliad“ mit Zeilen wie „Leck mich am A….bendrot im Stunzachtal“. Beim „Hoimatliad“ kamen auch kleine Tröten zum Einsatz, und das Publikum klatschte begeistert mit. Weiter verpassten die Drei dem Oldie „Bad Moon Rising“ von CCR einen schwäbischen Text, und Hermann Bächle setzte hier bei einem tollen Bass-Solo Akzente. Bei „I schwätz schwäbisch“ brachten die Musiker ihren Stolz auf das Schwabenland zum Ausdruck, und bei „Scheißegal“ mussten die Zuhörer immer das unflätige Schlagwort rufen, damit Sänger und Gitarrist Martin Stehle seine Stimme schonen konnte.

Einer der Höhepunkte war das a cappella vorgetragene „Badkapp“ (im Original „Under The Boardwalk“). Hier trugen die drei Musiker Bademützen, und eine Dame aus dem Publikum nahm ebenfalls auf der Bühne Platz, wurde auch mit einer bunten Badekappe ausgestattet und quasi angebetet. Der Song „’s Beschde geit´s em Schwobaland“ war einer der wenigen eigenen Titel der Band, geschrieben von Hermann Bächle. Hier handelte es sich um eine musikalische Weltreise, mit ständiger Rückkehr ins Schwabenland. Drummer Robert Schellhammer jodelte bei diesem teils temporeichen Lied und Hermann Stehle entlockte seiner Gitarre ostasiatische Klänge.

Aber vor allem die peppigen oder groovenden Titel fielen auf. Schellhammers Trinkspruch „Trinkt der Bauer zuviel Bier, melkt der Bauer seinen Stier“ sorgte auch für Belustigung. Den Abschluss machte Berthold Schwarz mit seiner steyrischen Harmonika und Liedern wie „Kein schöner Land“ und „Der alte Schäfer“.

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