Gruol / Von Carola Lenski  Uhr
Mit Kimme und Korn, aber auch mit Pfeil und Bogen wird jetzt im Schützenverein Gruol geschossen. Der neue Bogenschießplatz wurde pünktlich zum 40. Geburtstag eingeweiht.

Im Rahmen des Jubiläums­-Schützenfestes in Gruol wurden nicht nur zahlreiche Mitglieder und Gründungsmitglieder des Vereins geehrt (wir berichteten). Im Zentrum der Feierlichkeiten stand ebenso der neue Bogenschießplatz hinter dem Schützenhaus direkt neben dem 50-Meter-Kleinkaliberstand, der gleich mit einem Bogenschaukampf seine erste Feuertaufe zu bestehen hatte.

„Zündhütchen setzen“

Das zweitägige Schützenfest wurde mit einem krachende schnellen Reihenfeuer der Böllerschützen eröffnet. Es war kurz nach 18 Uhr, als der Böllerkommandant seinen Kommandantensäbel hob und seine Kommandos gab, an über 30 Böllerschützen, die sich vom Bogenplatz über die Treppen hinauf bis zum Parkplatz oberhalb des Schützenhauses aufgestellt hatten. Auf der Wiese nebenan standen vier Böllerkanonen. Dem „Böllerschützen ladet den Böller“ folgte ein „gemeinsames Verdämmen“, dann „Zündhütchen setzen“ und schließlich „die Böller hoch“ und „Feuer“. Danach hallten in schnellem Reihenfeuer ohrenbetäubende Schüsse aus Hand-, Schaft- und Standböllern durchs Stunzachtal, dicht gefolgt vom Donnern der Kanonen. Ein gegenläufiges langsames Reihenfeuer schloss sich dem an, danach Doppler mit zwei Schützen und zum Schluss ein gemeinsamer Salut.

Gäste aus Hechingen

Mit Donnerhall beendeten schließlich die vier Kanonen die beeindruckende Vorstellung. Nach den ohrenbetäubenden Schüssen zog Pulverrauch übers Feld. Die Böllerschützen kamen neben den Gruolern aus Geislingen, von den Hechinger Sportschützen, den Schwarzpulverschützen Rottweil und den Schaichtalschützen Dettenhausen. Alle Anwesenden, darunter auch das vielköpfige Publikum, hatten im Vorfeld Ohrenstöpsel erhalten.

Begonnen hatte der Samstag übrigens mit einem Dämmerschoppen. Abgeschlossen wurde er mit der Live-Musik-Band „Donnè & Friends“ am Abend. Man feierte noch lange bis in die Nacht.

Der Höhepunkt des Sonntags war der Bogenschaukampf zwischen den Stettener und Gruoler Schützen. Hierbei fuhren die Gruoler Bogenschützen einen Heimsieg ein.

Idylle am schattigen Waldrand

Begonnen hatte der Sonntag mit einem Frühschoppen, musikalisch begleitet von der Musikkapelle Gruol. Dazu wurde ein reichhaltiger Mittagstisch serviert. Optimal war der am Waldrand liegende Festplatz, der nicht nur einen idyllischen Hintergrund, sondern mit seinem Blätterdach auch luftdurchlässigen Schatten lieferte. Zudem waren zwei Zelte und zahlreiche Sonnenschirme vorhanden. Am Nachmittag gab’s Kaffee und Kuchen. Für musikalische Unterhaltung sorgte Rolf Kohle.