Haigerloch 322 Notfälle für die Helfer vor Ort

Ehrungen beim Haigerlocher DRK (v. l.): Keisverbandsvorsitzender Sven Neher, Jugendrotkreuzleiterin Sabine Nötzel, Leon Gutri, Nicole Schröder, Bereitschaftsleiter Thomas Fischer und Ortsvereinsvorsitzender Heinrich Götz.
Ehrungen beim Haigerlocher DRK (v. l.): Keisverbandsvorsitzender Sven Neher, Jugendrotkreuzleiterin Sabine Nötzel, Leon Gutri, Nicole Schröder, Bereitschaftsleiter Thomas Fischer und Ortsvereinsvorsitzender Heinrich Götz. © Foto: Wilfried Selinka
Haigerloch / WILFRIED SELINKA 16.03.2015
Mit der schnellen Helfer-vor-Ort-Gruppe, den 33 aktiven Helferinnen und Helfern in der Bereitschaft und einem aktiven Jugendrotkreuz mit 20 Mitgliedern ist das Haigerlocher DRK gut aufgestellt.

Den wertvollen Dienst für die Gemeinschaft unterstrich Ortsvereinsvorsitzender, Bürgermeister Heinrich Götz, bei der Hauptversammlung des DRK.

Bereitschaftsleiter Thomas Fischer und Schriftführerin Marlene Diebold beleuchtenden das DRK-Jahr. Die Zahl der Aktiven war mit 33 stabil. Zusammen mit Dr. Pieper wurden 19 sanitätsdienstliche und technische Dienstabende durchgeführt. Rund 1800 Stunden wurden für Sanitätsdienste bei Veranstaltungen aufgewendet. Sehr hoch sei das Sicherungskonzept für Rocksängerin Doro beim Motorradtreff in Gruol gewesen. Zusätzlich gab es mehrere Übungen zusammen mit den Feuerwehren.

Bei den beiden DRK-Altkleidersammlungen wurde beobachtet, dass kommerzielle Sammler große Teile des Sammelguts dem DRK vor der Nase wegschnappten. Bei drei Blutspendeterminen wurden 532 Konserven an die Zentrale übergeben.

Einen wichtigen Beitrag für die sanitätsdienstliche Erstversorgung im Raum Haigerloch leiste die Helfer-vor- Ort-Gruppe (HvO) mit 13 Mitgliedern, stellte Christiane Teller fest. Die schnelle Einsatzgruppe wurde 2014 zu 322 Einsätzen alarmiert und war 278 mal vor Ort. Es gab 186 internistische und 39 chirurgische Einsätze sowie zwölf Verkehrsunfälle mit jeweils einigen Schwerstverletzten. Insgesamt wurden hierfür 530 Stunden aufgebracht. Obwohl die Helfer alle berufstätig sind, wurden 86 Prozent der Alarmierungen angefahren.

Großes Lob gab es durch Notarzt Dr. Werner Pieper für den Fortbildungsfleiß der aktiven DRK-Helferinnen und -Helfer und das eingespielte Team der HvO-Gruppe. "Ohne diese schnelle Truppe wäre die ärztliche Versorgung vielfach schlechter." Pieper bemängelte, dass die HvO-Gruppe nicht im Rettungsdienstgesetz verankert ist, und appellierte an den Gesetzgeber, dies zu ändern. Der Notarzt selbst wurde 2014 zu 216 Einsätzen gerufen, davon waren 171 internistische Einsätze und 88 bei Nacht.

Das Jugendrotkreuz habe 20 Mitglieder und 14-täglich Dienstabende, berichtete Sabine Nötzel. Mitgeholfen wurde beim Blutspendetermin, bei den Kleidersammlungen, bei einem Seniorennachmittag und mit einem Stand beim Christkindlesmarkt. Inzwischen gibt es Kooperationen mit der Eyachtalschule sowie im Aufbau mit dem Kindergarten Haigerloch.

"Bewegen bis ins hohe Alter für Körper und Geist", heißt es unter Sozialleiterin Brigitte Gestrich bei der DRK-Seniorengymnastik mit 56 Teilnehmern in vier Gruppen, zwei in Haigerloch und je eine in Bad Imnau und Stetten. Schatzmeister Lothar Schröder konnte ein Plus in der Kasse verzeichnen. Heinz E. Hennige und Theo Klingler als Kassenprüfer bescheinigten eine einwandfreie Buchführung.

Kreisverbandsvorsitzender Sven Neher dankte für die gute Arbeit im Ortsverein Haigerloch, nahm die einstimmig erteilte Entlastung vor und leitete die Neuwahlen, die keine Veränderungen brachten. Lediglich das Amt der Sozialleiterin wechselte von Brigitte Gestrich zu Doris Maute.

Für fünf Jahre Dienst im DRK erhielten die Auszeichnungsspange samt Urkunde Nicole Schröder und für drei Jahre im Jugendrotkreuz Leon Gutri.