XXL-Tour 12. Pacemakers-Marathon erreicht am frühen Sonntagmorgen Haigerloch

Egidius Fechter und Konrad Wiget mit der Radlergruppe des Pacemakers-Marathons im Atomkeller-Musem.
Egidius Fechter und Konrad Wiget mit der Radlergruppe des Pacemakers-Marathons im Atomkeller-Musem. © Foto: Privatfoto
Haigerloch / EGIDIUS FECHTER 08.08.2016
Der diesjährige 12. Pacemakers Marathon machte am Sonntagmorgen gegen 2 Uhr Station im Atomkellermuseum in Haigerloch.

Die 26-stündige XXL-Tour, die längste eintägige Friedens-Demo in Deutschland, führte in der Nacht auf den 7. August über Pforzheim, Haigerloch, Tübingen und Stuttgart wieder zurück nach Bretten.

An der Tour beteiligten sich 35 Radsportler als Botschafter für nukleare Abrüstung. Gestartet war die außergewöhnliche Mammuttour um 5.45 Uhr in Melanchthonstadt, dort sollte die Tour am 7. August um 8.15 Uhr auch wieder enden. Koordiniert hatte den Marathon Roland Blach, Landesgeschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinigte Kriegsdienstgegner/innen(DFG-VK) Baden Württemberg.

Es sei, so Blach, eine weltweit einmalige Verbindung zwischen der Friedensbewegung, dem Radsport und den Mayors for Peace. Eskortiert mit zwei Begleitfahrzeugen, erreichten die gut beleuchteten Radfahrer von Nagold her über das Eyachtal kommend gegen 2 Uhr am Sonntagmorgen die Haigerlocher Pfluggasse.

Dort  wurden sie vom grünen Stadt- und Kreisrat und Ortsvorsteher von Stetten, Konrad Wiget, begrüßt. Egidius Fechter gab im Atomkellermuseum eine kurze Erläuterung zur Geschichte der Reaktorversuche am Ende des Zweiten Weltkriegs im Felsenkeller und erläuterte, dass es den deutschen Wissenschaftlern um Werner Heisenberg nicht um den Bau einer Atombombe, sondern erstmal um das Erreichen einer Kettenreaktion in einem Kernreaktor ging.

Die Radfahrer waren trotz der morgendlichen Stunde noch sehr interessiert, wobei verständlicherweise aufgrund der Zeitknappheit nicht ausführlich auf das Thema eingegangen werden konnte. „Hier müssen wir noch einmal herkommen, aber wenn wir etwas mehr Zeit haben“, so hörte man einige Teilnehmer sagen.

Im Probelokal der Stadtkapelle in der Ölmühle hatte Konrad Wiget anschließend eine Morgensuppe vorbereitet, die von den doch schon etwas abgekämpften Radfahrern dankbar angenommen wurde. So konnte der Tross gestärkt mit Maultaschen nach einer etwa halbstündigen Pause seine Fahrt Richtung Tübingen fortsetzen.

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