Baukultur Zwei neue Gesichter im Göppinger Gestaltungsbeirat

Göppingen / Arnd Woletz 01.12.2018

Zwei der vier Mitglieder des vor vier Jahren ins Leben gerufenen Gestaltungsbeirats in Göppingen werden turnusmäßig ausgetauscht: Auf Eckart Rosenberger und Kurt Werner folgen der Stuttgarter Architekt Peter Cheret (oberes Bild) sowie die Landschaftsarchitektin und Stadtplanerin Uta Stock-Gruber. Das hat der Gemeinderat am Donnerstagabend beschlossen. Das vierköpfige Gremium aus Architekten und Stadtplanern ist ein beratendes Organ, nimmt größere Bauprojekte unter die Lupe und macht Vorschläge zur Verbesserung. Mit der Neubesetzung verbanden einige Stadträte die Hoffnung, dass sich die Stimmung bei den Arbeitssitzungen verbessert. Die Bauherren und Architekten seien bisher oft von oben herab behandelt worden, hieß es.

Während der Gemeinderat die Neubesetzung einmütig begrüßte, entzündete sich an der Frage, ob eine Beteiligung des Gestaltungsbeirats an Göppinger Bauprojekten laut Geschäftsordnung nicht mehr „obligatorisch“, sondern nur nur noch „grundsätzlich“ sein soll. 15 Stadträte stimmten gegen diese Änderung, 24 dafür. Erhebliche Unterschiede offenbarten sich im Gemeinderat auch bei der Einschätzung der Experten-Meinung und darüber, wie Stadt und Bauherren darauf jeweils reagieren. Christine Lipp-Wahl (Grüne) nannte als Negativ-Beispiel, beim Schuler-Tower hätten sich die Bauherren als „äußerst beratungsresistent“ erwiesen.

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