Göppingen Zustimmung zu neuem Gesetz für Arrestanstalten

MAI 08.10.2014
Die grün-rote Landesregierung hat am Dienstag einen Gesetzentwurf beschlossen, der den Jugendarrest neu gestalten soll.

Der Schwerpunkt in den zwei Jugendarrestanstalten in Göppingen und Rastatt soll zukünftig auf der pädagogischen Förderung von Jugendlichen liegen. "In unserer Arrestanstalt setzen wir das schon um", sagt Siegfried Dangelmaier, Dienstleiter der Jugendarrestanstalt in Göppingen. Die Vollzugseinrichtung verfügt über insgesamt 31 Arrestplätze, davon neun für junge Frauen und 22 für junge Männer. "Ich finde das Gesetz sehr sinnvoll, denn wir brauchen auch eine rechtliche Grundlage für unsere Arbeit. Darauf haben wir hingearbeitet", meint Dangelmaier, der "voll hinter dem Gesetz steht".

In der Göppinger Jugendarrestanstalt würden schon seit einigen Jahren Förderungen für die Jugendlichen angeboten. Dabei spielten Gruppenarbeiten in jeglicher Hinsicht eine entscheidende Rolle: Respekt untereinander, der Umgang miteinander und auch das Tun miteinander, sagt der Dienstleiter. Auch die Aufarbeitung der Tat, Drogenkonsum oder Gewalt würden im Arrest thematisiert und die Frage nach dem konkreten Problem, der Ursache. "Wir können Hinweise geben, beraten und Kontakte knüpfen, auch zu Schulen. Aber umsetzen müssen die Jugendlichen das selbst", erklärt Dangelmaier den Prozess.