Stadt Zull-Nachfolge: Das Bewerberfeld lichtet sich

Göppingen / ARND WOLETZ 14.01.2017

Wer wird den Posten des Sozialbürgermeisters  und Stellvertreters des Oberbürgermeisters in der Hohenstaufenstadt einnehmen? Die Antwort auf diese Frage bleibt spannend. Gewählt wird am 26. Januar vom 41-köpfigen Gemeinderat der Stadt. Allerdings lichtet sich das Bewerberfeld. Aus den ursprünglichen 25 Kandidaten waren zunächst sechs für den vergangenen Donnerstag zur nichtöffentlichen Vorstellungsgrunde in den Gemeinderat eingeladen worden. Davon blieben bis Freitagabend noch vier Bewerber übrig, die sich am 26. Januar in einer öffentlichen Sitzung präsentieren, bevor der Gemeinderat eine Entscheidung trifft. Es fällt auf, dass von zunächst 25 Bewerbern nur sechs Frauen waren, nun aber von vier verbliebenen Kandidaten drei weiblich sind.

Nach Informationen der NWZ war am Donnerstag zunächst der Bürgermeister einer Gemeinde im Landkreis Sigmaringen aus dem Bewerberfeld ausgeschieden. Keine der Fraktionen hatte ihn nach der Vorstellungsrunde mehr vorgeschlagen. Schließlich soll eine Abstimmung ergeben haben, dass der Mann nicht weiterkommt. Ein weiterer männlicher Kandidat, Mitarbeiter der Stadt Stuttgart, war zunächst vorgeschlagen worden, hatte dann aber am Freitagnachmittag per E-Mail seinen Verzicht erklärt.

Nun verbleiben noch drei Frauen, die sich bereits öffentlich zur Bewerbung bekannt haben, sowie ein Mann als mögliche Nachfolger von Gabriele Zull: Als erste hatte sich Bettina Wilhelm, 52-jährige Erste Bürgermeisterin der Stadt Schwäbisch Hall zur Kandidatur entschieden. Sie wird von der SPD unterstützt. Als Kandidatin der FDP/FW gilt Almut Cobet 43-jährige Fachbereichsleiterin für Soziales, Bildung und Kultur in Kirchheim. Dritte Frau im Bunde ist Ulrike Haas (Grüne), die bei der Stadt Göppingen das Referat Kinder und Jugend leitet und stellvertretende Fachbereichsleiterin ist. Der einzige verbliebene Mann hat sich bisher nicht öffentlich zur Kandidatur bekannt: ein 46-Jähriger Jurist aus dem Sozialministerium.

Mehrere Stadträte betonten am Freitag, dass es nach wie vor keinen eindeutigen Favoriten gebe und ein Kopf-an-Kopf-Rennen zu erwarten sei. Groß ist die Sorge, dass bei Stimmengleichheit im zweiten Wahlgang das Los entscheiden könnte.

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