Göppingen Zukunftskonzepte für den Göppinger Einzelhandel

PM 15.12.2014

Die IHK-Bezirksversammlung Göppingen hat jetzt Zukunftskonzepte für den Einzelhandel analysiert und diskutiert. In der Diskussion sei deutlich geworden, dass mit der Zunahme des Onlineversands der Strukturwandel nicht vor den Innenstädten halt machen werde. Neue übergreifende Konzepte und Investitionen seien gefragt. "Wieder einmal schauen wir gebannt auf Entwicklungen außerhalb unseres Kreises, während wir uns im Kreis stellenweise schwer tun", meinte IHK-Bezirkskammerpräsident Wolf Martin.

In seinem Bericht vor den Mittelständlern betonte der IHK-Bezirkskammerpräsident zunächst, dass die Neugestaltung des Schlossplatzes in Göppingen und der verlängerte Ausbau der Poststraße erfolgreich realisiert worden seien. Jedoch stünden große Investitionsvorhaben wie das Einkaufszentrum in der Bleichstraße, das Apostel-Areal oder die geplante Hotels sowie verschiedene Tiefgaragen weiterhin in der Warteschleife. Gerade die Erreichbarkeit der Innenstadt und ein gutes Parkangebot seien für die Attraktivität der Einzelhandelsstandorte von zentraler Bedeutung.

Experten gehen jedoch schon jetzt davon aus, dass in den nächsten fünf bis zehn Jahren der innerstädtische Einzelhandel in Kommunen mit weniger als 100 000 Einwohnern massiv bedroht sei. Der Handel sei hier zu klein aufgestellt und das Angebot und die Auswahl für die Kunden zu gering. Nach Meinung der Einzelhändler zähle beim Kunden nach wie vor die persönliche Betreuung. Doch gegen den schleichenden Rückgang würden die Kommunen oftmals nur noch größere Flächenangebote setzen. "Das verschärft das Ganze doch", meinte ein Göppinger Textileinzelhändler. Gefragt seien zukunftsweisende Konzepte, die über die Stadtgrenzen hinweg gehen. Unter den Kommunen sollten die Einzelhandelskonzepte abgestimmt werden. Dazu gehöre auch ein gemeinsames, nach außen wirksam gerichtetes Marketingkonzept.