Göppingen Zahn der Zeit nagt auch am Becken

Nicht nur am Beckenrand macht sich das Alter des Jebenhäuser Freibads bemerkbar. Rolf Daferner zeigt, dass auch die Umkleidekabinen in die Jahre gekommen sind. Die Bänke wurden bereits abmontiert. Foto: Staufenpress
Nicht nur am Beckenrand macht sich das Alter des Jebenhäuser Freibads bemerkbar. Rolf Daferner zeigt, dass auch die Umkleidekabinen in die Jahre gekommen sind. Die Bänke wurden bereits abmontiert. Foto: Staufenpress
CHRISTINE BÖHM 08.02.2012
Das Jebenhäuser Freibad ist in die Jahre gekommen. Daher will der Schwimmverein 1904 die Umkleiden und den Beckenrand teilweise in Eigenleistung sanieren. Ob es von der Stadt Zuschüsse gibt, ist noch offen.

Schnee liegt auf der Liegewiese des Jebenhäuser Freibads "Waldecksee". Das Wasser im Becken ist dick gefroren. Bei den frostigen Temperaturen denkt kaum jemand an den Sommer. Der Schwimmverein Göppingen 1904, dem das Bad gehört, möchte jedoch in den kommenden Wochen die Anlage sanieren. Siegfried Förstner, der Vereinsvorstand, weiß, dass es notwendig ist, das Projekt so bald wie möglich anzupacken. Zuletzt wurde das Freibad im Jahr 1976 saniert und der Zahn der Zeit nagt nicht nur an den Beckenrändern.

"Wir wollen die Umkleiden farblich neu gestalten. Zudem sollen die Fußböden erneuert werden", erklärt Siegfried Förstner. In den Räumen sind die Bänke bereits abgebaut. Die Wände sollen gestrichen werden. Rolf Daferner, langjähriges Mitglied im Verein, erklärt, wo der Schuh am meisten drückt. "An den sanitären Anlagen muss viel gemacht werden. Beispielsweise werden die Duschköpfe ersetzt. Die Räume sollen neu gestaltet werden, damit sie heller wirken.

Sobald es die Witterung zulässt, wollen die Vereinsmitglieder mit den Arbeiten beginnen. Die Mitglieder des Kultur- und Sportausschusses der Stadt Göppingen erklärten sich in der vergangenen Woche damit einverstanden, dass der Verein jetzt mit dem Umbau beginnt. Über eine mögliche finanzielle Unterstützung wollen die Bürgervertreter jedoch erst sprechen, wenn der Schwimmverein geklärt hat, welchen Zuschuss er vom Württembergischen Landessportbund bekommen kann.

Im Herbst sollen auch die Verbundsteine am Beckenrand neu verlegt werden. Der Boden ist inzwischen uneben, weil sich einige Elemente abgesenkt haben. Viele Arbeiten möchten die Vereinsmitglieder in Eigenleistung bewältigen. "Bei uns sind zum Glück viele Ehrenamtliche tätig. Daher konnten wir ein wenig Geld zurücklegen", erzählt Förstner. "Wir rechnen nach Abzug der Zuschüsse mit einer Summe von 30 000 Euro, die wir als Verein noch stemmen müssen", sagt der Vorstand.

Unter den 700 Mitgliedern seien zwar auch viele Kinder und Jugendliche, dennoch hofft Förstner, dass der ein oder andere Erwachsene sein Fachwissen bei den Sanierungen einbringen kann.