Kreis Göppingen Zahlen und Fakten

Kreis Göppingen / SWP 09.08.2012
Im Kreis Göppingen gibt es 782 landwirtschaftliche Hofstellen (1999 waren es noch 1052). 441 oder 61 Prozent davon sind Nebenerwerbsbetriebe. Die durchschnittliche Betriebsgröße beträgt 36 Hektar. Zum Vergleich: In Mecklenburg-Vorpommern ist ein durchschnittlicher Hof 286 Hektar groß.

Die Landwirte im Kreis Göppingen bewirtschaften insgesamt eine Fläche von rund 28 000 Hektar, auf 12 500 Hektar werden Getreide angebaut, 15 400 Hektar sind Dauergrünland (Wiesen oder Weiden). 666 landwirtschaftliche Betriebe halten kreisweit auch Vieh.

Insgesamt stehen in den Ställen und auf den Weiden 30 700 Rinder, 10 600 Milchkühe, 25 700 Schweine, 11 000 Schafe und 152 800 Hühner.

Der Jahrhundertvergleich: Der Ertrag landwirtschaftlicher Nutzflächen hat sich in den vergangenen 100 Jahren enorm gesteigert. Anfang des 20. Jahrhunderts haben die Bauern in Deutschland auf einem Hektar großen Feld noch 1,8 Tonnen Weizen geerntet, 2010 waren es schon 7,4 Tonnen. Um das Jahr 1900 erzeugte ein Landwirt Nahrungsmittel, um damit vier Personen ernähren zu können - heutzutage sind es 132 Menschen.

Um die Versorgung mit Nahrungsmitteln zu garantieren und die Einkommen der Landwirte zu sichern, verfolgt die Europäische Union (EU) schon seit über 40 Jahren eine gemeinsame Agrarpolitik.

Die Förderung besteht im Wesentlichen aus Direktzahlungen an die Landwirte. Im vergangenen Jahr standen im Haushalt der Europäischen Union hierfür 43,5 Milliarden Euro bereit.

Während früher die Beihilfen an bestimmte Produkte und Mengen gebunden waren, besteht das Gros der Direktzahlungen heute aus "Betriebsprämien", die von der landwirtschaftlichen Produktion entkoppelt sind. Dadurch soll die Überschussproduktion beseitigt werden.

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