Göppingen Ja zu Lichtkonzept - trotz Kritik

Das Beleuchtungskonzept der Neuen Mitte wird auch beim Bahnhof verwirklicht - trotz deutlicher Kritik aus dem Gemeinderat.
Das Beleuchtungskonzept der Neuen Mitte wird auch beim Bahnhof verwirklicht - trotz deutlicher Kritik aus dem Gemeinderat. © Foto: Giacinto Carlucci
Göppingen / Margit Haas 21.07.2018

Das innerstädtische Beleuchtungskonzept wird rund um den Göppinger Bahnhof fortgeführt – auch wenn es Kritik gibt im Gemeinderat. „Das Lichtkonzept der Neuen Mitte wird von den Göppingern nicht als traumhaft empfunden“, weiß Armin Roos (SPD) – auch wenn es immer wieder als „sensationell“ dargestellt werde. Am Ende enthielten sich er und seine Fraktion deshalb auch bei der Abstimmung im Gemeinderat um die neue Beleuchtung am Bahnhof.

Die Ratsmitglieder beschlossen aber mit großer Mehrheit, das vom Stuttgarter Architekten Mario Hägele ausgearbeitete Beleuchtungskonzept der Innenstadt rund um den Bahnhof fortzuführen. „Es ist schlüssig“, betonte Baubürgermeister Helmut Renftle. Es war im Rahmen der „Neuen Mitte“ von dem Stuttgarter Planer eigens für Göppingen entwickelt worden. „Das kann nicht jeder“, mit diesen Worten beantwortete er die Frage von Claudia Rassi (SPD) nach einem fehlenden Vergleichsangebot. Eva Epple (Bündnis 90/Die Grüne) mahnte an, „auf Bodenstrahler möglichst zu verzichten“, da sie blenden. Nach Auskunft des Baudezernenten werden sie nur im Bereich von Bäumen eingesetzt werden.

Diskutiert wurde auch um die Person von Mario Hägele. „Er scheint einen Monopol-Status auf Kosten der Stadt zu haben“, bemängelte Christian Stähle (Die Linke/Piraten) und erinnerte an Auseinandersetzungen um das Honorar von Hägele im Zusammenhang mit dem Bau der „Neuen Mitte“. „Es hätte sicher auch andere fähige Architekturbüros gegeben, die eine Lösung gefunden hätten, die günstiger für die Stadt gewesen wäre“, widersprach er dem technischen Beigeordneten.

 Sparen wird die Stadt beim Architektenhonorar aber in jedem Fall. Denn: „Die örtliche Bauüberwachung wird von uns selbst übernommen“, so Renftle. „So sparen wir erhebliche Kosten ein“. Achim Fehrenbacher (CDU) geht von „einem Drittel der Honorarkosten“ aus, die so weniger anfallen werden. Christoph Weber (Bündnis 90/Die Grüne) zeigte sich bei aller Kritik an Hägele „überzeugt von seinem Konzept“. Wichtig sei, dass gerade das Bahnhofsumfeld „gut beleuchtet ist“. Insgesamt wird die Stadt eine knappe Viertel Million in die Beleuchtung investieren.

Info Die Göppinger Neue Mitte ist 2003 eingeweiht worden. Im Jahr 2011 sorgten beschädigte Bodenplatten und kaputte Leuchten für Unmut. 2013 wurde der Stuttgarter Architekt Mario Hägele, mit dem die Stadt zuvor lange über sein Honorar gestritten hatte, auch mit dem letzten Abschnitt der Neuen Mitte  beauftragt, nämlich bis hinunter zur Bahnhofstraße, beauftragt.

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