Das 29. Bundestreffen der Heimatbezirksgruppe Wigstadtl findet am Sonntag im Märklinsaal der Stadthalle Göppingen statt. Es versammeln sich ehemalige Bewohner und deren Nachkommen aus der Stadt Wigstadtl und den 20 Gemeinden, die zum ehemaligen Gerichtsbezirk Wigstadtl gehört hatten. Seit 1951 ist Göppingen die "heimliche Patenstadt" der Wigstadtler, denn hier kamen sie vor 64 Jahren zum ersten Großtreffen zusammen. Im Mai 1946 waren mit dem ersten Transport vertriebener Sudetendeutscher 1200 Wigstadtler in Göppingen eingetroffen. Darunter befanden sich Landsleute, die sich sehr bald in der neuen Heimat für ihre Schicksalsgenossen engagierten.

Die Stadt hatte beim Heimattreffen vergangenes Jahr ihre Absicht bekundet, das Kulturgut der Heimatbezirksgruppe Wigstadtl in ihre Museen und ihr Archiv zu übernehmen. "Allmählich stirbt die Erlebnisgeneration aus, doch finden sich auch immer wieder Nachgeborene, die Interesse an der Geschichte ihrer Vorfahren zeigen", schreiben die Mitglieder in einer Pressemitteilung. Der Vorbereitungsausschuss hoffe auf viele Besucher.

Am Samstag soll um 18 Uhr bereits das Totengedenken an der Vertriebenen-Gedenktafel in der Mörike-Anlage stattfinden. Am Sonntag ab 10 Uhr gibt es einen Wortgottesdienst im Märklinsaal der Stadthalle. Von den zwei großen Veranstaltungen, die 2014 in der alten Heimat stattgefunden hatten, werden am Nachmittag Bilder gezeigt. Beim Essen sowie nach den Programmpunkten bleibe Zeit für Gespräche unter den Besuchern. Die Veranstaltung endet um 17 Uhr.