Der Juni 2020 war vorwiegend von wechselhaftem Wetter mit größeren Temperaturschwankungen gekennzeichnet. Warmen Sommertagen folgten oft kühle und niederschlagsreiche Phasen. Die so genannte „Schafskälte“ war auch in diesem Jahr deutlich zu spüren. So betrug der Temperaturhöchstwert nach Messungen und Aufzeichnungen des Eislinger Wetterdiensttechnikers Hans Juchert am 7. Juni nur 14,5 Grad.

Erst in der letzten Dekade des Monats setzte sich dank einer Hochdrucklage für mehrere Tage sonniges und warmes Wetter durch. Nur diesem Umstand ist es zu verdanken, dass der Monat insgesamt gegenüber dem langjährigen Mittel etwas zu warm ausfiel. Bei einem Temperaturmittel von 16,7 Grad gab eine Abweichung um 0,6 Grad nach oben. Beim Niederschlag zeigte sich der Monat Juni mit dem langjährigen Mittelwert sehr konform.Es fielen exakt 105,5 Liter auf den Quadratmeter. Der über 30 Jahre gemittelte Wert für den Monat Juni beträgt 105 Liter.

Ulm/Göppingen

Fast durchgehend regnerisch

Im Jahr 2019 gab es mit 127 Litern zwar noch mehr Regen, aber die Feuchtigkeit war nicht so gleichmäßig über den ganzen Monat verteilt wie in diesem Jahr. Es gab damals mehr trockene Abschnitte. 2019 waren es 11 Tage mit Niederschlag, dieses Jahr waren es 21 Tage. Nach einem eher trockenen Frühlingsbeginn wurde der Juni 2020 somit als ziemlich nass empfunden. Zudem war der Juni 2019 mit einem Temperaturmittel von 20,9 Grad auch um einiges wärmer. Für eine durchschnittliche Abweichung nach oben von 4,5 Grad sorgte seinerzeit auch eine Hitzewelle in der dritten Dekade des Monats mit einem Höchstwert von 35,4 Grad am 30. Juni 2019!

Nur 8,5 Grad am 12. Juni 2020

Was 2020 betrifft, so wurde das nächtliche Temperaturminimum mit 8,5 Grad am 12. Juni erreicht. An sechs Tagen gewitterte es. Die höchste Temperatur (29,2 Grad) war am 26. Juni zu verzeichnen. Somit gab es laut Definition keine „heißen Tage“ mit einem Höchstwert von mindestens 30 Grad, die laut Hans Juchert ansonsten noch nicht einmal im Mai besonders selten sind. Hingegen werden elf „Sommertage“ mit Höchsttemperatur ab 25 Grad veranschlagt.
Einen sehr trockenen Juni gab es historisch gesehen in den Jahren 2014 (18,2 Liter Niederschlag) und 2006 (18,5 Liter). Besonders nass war der „Rosenmonat“ 2007 mit 162,5 Litern und 2016 mit 141,7 Litern Regen. Rekordhalter seit Beginn der Aufzeichnungen ist aber der Juni 1971 mit satten 218 Litern.