Bildung Wenn aus Skateboards Möbel werden

Am Freihof-Gymnasium wurde fleißig gesägt und getüftelt. Die Schüler bauten unter anderem aus Skateboards Möbel.
Am Freihof-Gymnasium wurde fleißig gesägt und getüftelt. Die Schüler bauten unter anderem aus Skateboards Möbel. © Foto: Kosper
Göppingen / SWP 20.06.2018

Überall wird gesägt, getüftelt und diskutiert, wie vorgegangen wird. Aus gebrauchten Skateboards und anderen Hölzern kreieren die Schüler des Freihof-Gymnasiums in Göppingen Möbel und Wandgestaltung sowie Innendesign für den neuen, überdachten Skatepool der Schule. Unterstützt werden sie dabei von dem Künstlerduo „Ositos“, bestehend aus Karola Schwuch und Thomas Kienle, der Streetboard-Weltmeister ist.

Seit drei Jahren ist das Freihof-Gymnasium Teil des Programms „Kulturagenten für kreative Schulen in Baden-Württemberg“. Mit der Unterstützung von Kulturagentin Kerstin Schaefer organisieren die Lehrer mit den Schülern verschiedenste Kunstprojekte. Die Kooperation in Göppingen hat sich zum Ziel gesetzt, durch künstlerische, Fächer übergreifende Programme die Schüler durch kreatives Arbeiten mit Lerninhalten für kulturelle Bildung zu begeistern, heißt es in einer Pressemitteilung. Gefördert wird das Projekt vom Kultusministerium Baden-Württemberg sowie der Bundeskulturstiftung und von privaten Stiftern.

Dass die Schüler Spaß am aktuellen Projekt haben, erkennt man am hohen Engagement. Die projektleitende Lehrerin Susanne Rehm ist zufrieden. „Die Schüler sind mit Hand und Fuß dabei:“

Diese spezielle Unterrichtsgestaltung bedürfe einiger Organisation. Schüler und Lehrer müssen zum Beispiel vom Unterricht freigestellt werden. Dafür sorgt der Schulleiter Dr. Andreas Pfletschinger. Er sieht das Programm als Fächer übergreifende Bereicherung. „Kreativität ist wichtig in allen Bereichen, es gibt keine Wissenschaft ohne Kreativität“, betont er. Darum sei auch geplant, diese Förderung langfristig in den Unterrichtsalltag zu integrieren.

Dass das Programm allen Fächern zugute kommt, werde auch am vorigen Projekt deutlich: In Physik stellten die Schüler kinetische Figuren her. „Alle Genres der Kunst werden gefördert“, erläutert Kerstin Schaefer, die neben ihrer Tätigkeit als Kulturagentin auch in der Bildenden Kunst Fuß gefasst hat. „Und das Arbeiten ohne Notendruck tut den Schülern sichtlich gut“, betont die Kulturagentin.

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