In einer ausführlichen Stellungnahme meldet der  Arbeitskreis Göppingen des Landesnaturschutzverbandes gegen die Bebauung von 25 Hektar Fläche im Bereich Dittlau in Faurndau schwere Bedenken an. In dem Arbeitskreis sind die Naturschützer im Landkreis Göppingen zusammengeschlossen. Die Pläne widersprechen nach Ansicht der Naturschützer jeder Verpflichtung zum Flächensparen. Damit seien Ziele des  Aktionsbündnisses „Fläche gewinnen“ Makulatur.  In diesem Aktionsbündnis sei auch der Städtetag Baden-Württemberg und somit auch die Stadt Göppingen Mitglied.

Die für das neue Wohngebiet angepeilte Fläche von 25 Hektar wären etwa das Neunfache dessen, was das Aktionsbündnis jährlich für die gesamte Verwaltungsgemeinschaft mit Göppingen und drei Nachbargemeinden Wangen, Wäschenbeuren und Schlat anstrebt. „Wo bleiben dann die berechtigten Ansprüche der anderen Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft?“, fragt der Arbeitskreis.

Außerdem kritisiert der LNV, dass wertvolles Ackerland überbaut werden soll. Auch für die vorgeschriebenen Ausgleichsflächen werde wieder Ackerland in Anspruch genommen, fürchten die Naturschützer.  Der Druck auf landwirtschaftliche Flächen im unteren Filstal werde noch verschärft.

Der Arbeitskreis mahnt auch an, die sonstige Wohnungspolitik der Stadt Göppingen zu berücksichtigen. So plane die kommunale Wohnungsbaugesellschaft in den kommenden Jahren bereits 500 neue Wohnungen.