Ebersbach an der Fils Weichenstellung für Bünzwanger Halle

Auf großes Interesse stieß jüngst die von der Bürgerinitiative Bünzwangen vorgestellte Vorschlag für eine neue Sport- und Veranstaltungshalle. Der Gemeinderat hat in seiner Klausurtagung Weichen gestellt.
Auf großes Interesse stieß jüngst die von der Bürgerinitiative Bünzwangen vorgestellte Vorschlag für eine neue Sport- und Veranstaltungshalle. Der Gemeinderat hat in seiner Klausurtagung Weichen gestellt. © Foto: Sabine Ackermann
Ebersbach an der Fils / KARIN TUTAS 25.04.2013
Der Ebersbacher Gemeinderat hat in seiner Klausurtagung die Eckpunkte für die Sportstättenplanung gesetzt. Für Bünzwangen zeichnet sich eine Lösung beim Standort der jetzigen Halle des Turnvereins ab.

Das Thema hat viel Staub aufgewirbelt. Monatelang wurde in Ebersbach emotional über den Bau einer neuen Halle in Bünzwangen debattiert. In seiner Klausurtagung am vergangenen Wochenende hat der Gemeinderat die Weichen für eine einvernehmliche Lösung gestellt. Die von der Stadtverwaltung im vergangenen Jahr vorgestellten umstrittenen Pläne für einen Neubau im Bereich "Unterer Wasen" sind damit wohl vom Tisch.

"Der Standort Albershäuser Straße hat sich in der Klausur verfestigt", bestätigt der Ebersbacher Hauptamtsleiter Günther Pfeiffer. Der bislang überwiegend landwirtschaftlich genutzte Bereich "Unterer Wasen" soll Baugebiet werden. Der Gemeinderat werde in einer seiner nächsten Sitzungen die Verwaltung damit beauftragen, die Bauleitplanung auf den Weg zu bringen.

Einig seien sich die Klausurteilnehmer, dass die Sanierung der Halle ausscheidet und nur ein Neubau in Frage komme. Gemeinsam mit dem Ortschaftsrat will der Gemeinderat einen Grundsatzbeschluss fassen, mit dem Ziel, in Bünzwangen eine neue, für die Bedürfnisse des Stadtteils maßgeschneiderte Sport- und Veranstaltungsstätte zu errichten. Dabei sei noch offen, ob die neue an Stelle der jetzigen Halle errichtet werde oder - wie von der Bürgerinitiative Bünzwangen (BIB) vorgeschlagen - südlich auf dem jetzigen Freispielfeld. Der Vorteil dieser Lösung sei, dass während der Bauphase der Schul- und Vereinssport ohne Unterbrechung weitergehen könne, erklärt Pfeiffer. Einig waren sich die Stadträte, dass die Bünzwanger Halle nicht für den Wettkampfsport ausgelegt werden soll, "sondern in geeigneten Räumen auf dem Raichberg".

Die Bürgervertreter hatten sich für ihre Klausur vorgenommen, die Bünzwanger Situation nicht isoliert zu behandeln, sondern im Kontext einer Entwicklungsplanung für die Sport- und Veranstaltungsstätten der Gesamtstadt. Die Ebersbacher Situation ist kompliziert, weil auch die Turn- und Festhalle an der Marktschule und die Roßwälder Turnhalle in einem desolaten Zustand sind. Experten des Württembergischen Landessportbundes (WLSB) hatten dazu im Vorfeld der Klausurtagung Hinweise gegeben. Wichtig war den Klausurteilnehmern, dass bei der Hallenplanung neben den Vereinsinteressen auf Nähe zu den Schulen geachtet werden müsse und auch kulturelle und gesellschaftliche Bedürfnisse berücksichtigt werden sollen. Mit Unterstützung des WLSB soll deshalb der künftige Bedarf so konkret wie möglich ermittelt werden, um Grundlage für ein gesamtstädtisches Konzept zu erhalten, berichtet Pfeiffer.