Göppingen Waschung der Steine gegen das Vergessen Performance von Rüdiger Noreikat

Göppingen / SWP 03.11.2012
Eine "Waschung der Steine" gegen das Vergessen findet am Dienstag, 6. November, vor dem früheren Haus jüdischer NS-Opfer statt.

Rüdiger Noreikat von der Göppinger Künstlergruppe Spektrum und Thomas Faupel, Leiter des Ensembles "theaterfuereinjahr", laden zu einer Performance am Dienstag, 6. November, am Ort der Stolpersteine für die Familie Banemann in Göppingen. Beginn ist um 14 Uhr in der Burgstraße 16.

Im Zusammenhang mit einem Projekt des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg zur Erinnerung an die Deportation jüdischer Mitbürger 1941 übernahm die Künstlergruppe Spektrum Göppingen eine Patenschaft für die Familie Banemann. Ein Ergebnis ist die Performance "Remind the Names - Waschung der Steine". Das Konzept stammt von Rüdiger Noreikat, als Akteur tritt Thomas Faupel auf.

Ausgangspunkt waren Fotos von Wiener Bürgern jüdischen Glaubens beim erniedrigenden Waschen der Gehsteige, sogenannter "Reibpartien", im März 1938. Im Gegensatz dazu ist die "Waschung der Steine" als demütige Erinnerung und gegen das Vergessen gedacht - als Mahnung gegen Ausgrenzung und Gewalt, als Aufruf zu Wachsamkeit gegenüber nationalsozialistischen Versuchen, erneut die unantastbare Würde und Freiheit mit Füßen zu treten.

Eine Dokumentation der Aktion wird mit weiteren Werken der Künstlergruppe Spektrum und der Szenenfolge "Inge Banemann" von 30. November an im Spektrum-Atelier, Boller Straße 8/5, in Jebenhausen, von 4. Dezember an im Haus der Geschichte in Stuttgart zu sehen sein.

Info www.thomasfaupel.online.de/symphonie/sn-start.htm