Kreis Göppingen Walter Ziegler: Plädoyer für Staufermuseum

Kreis Göppingen / MAZ 03.03.2012

Eine Ära geht zu Ende: Nach fast 42 Jahren wird Walter Ziegler heute mit einem Festakt auf Schloss Filseck als Kreisarchivar verabschiedet. Für Wehmut ist bei dem Heimatforscher aber kein Platz. "Für mich ist das kein Abschied. Ich bleibe dem Bereich ja erhalten", erklärt Ziegler, der weitere Buchveröffentlichungen plant.

Wie kein zweiter hat Walter Ziegler den Menschen die Kulturschätze um den Hohenstaufen nahegebracht. Im Gespräch mit der NWZ plädierte er jetzt vehement für den Bau eines großen Staufermuseums. "Das wäre einzigartig. . . und würde touristischen Zulauf bringen", ist sich der Kreisoberarchivrat sicher. Auch die Göppinger Kulturbürgermeisterin Gabriele Zull will sich für ein Staufermuseum einsetzen. Unklar ist jedoch weiterhin, wo ein solches Museum gebaut werden könnte. Den Platz, auf dem bislang der Dokumentationsraum für staufische Geschichte untergebracht ist, hält Ziegler für wenig geeignet.

Nicht viel hält der 65-Jährige auch vom Wiederaufbau der Stauferburg. "Dafür sind die Anhaltspunkte einfach zu gering", glaubt der Wissenschaftler, "das wäre ein Wagnis sondersgleichen und würde viele Befunde zerstören." Auch ein Aussichtsturm auf dem Berggipfel mache "nicht viel Sinn". Besser sei es, die dafür benötigten 750 000 Euro für den Bau des Staufermuseums zu verwenden.