Politik VVS: CDU ist sich nicht einig

Kreis Göppingen / Helge Thiele 14.03.2018
Die CDU im Landkreis spricht beim Thema VVS-Beitritt nicht mit einer Stimme. Das sorgt für Irritationen.

Ein Jahr vor den Kommunalwahlen gelingt es der CDU im Landkreis nicht, beim Zukunftsthema Nahverkehr die Reihen zu schließen. Das macht die Debatte über eine Vollintegration des Landkreises in den Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) deutlich. Der Kreistag soll bis spätestens Ende des Jahres eine Entscheidung treffen. Während sich unter anderem mit dem Göppinger OB Guido Till, dem Göppinger Regional- und Stadtrat Jan Tielesch sowie dem Fraktionschef im Göppinger Gemeinderat, Felix Gerber, prominente Vertreter der CDU öffentlich für einen raschen Beitritt zum VVS stark machen, strahlt zum Beispiel Wolfgang Rapp, Fraktionsvorsitzender der Partei im Kreistag, weiter große Skepsis aus. Das machten die gestrigen Beratungen im Umwelt- und Verkehrsausschuss des Kreistags deutlich. „Wir setzen hinter diesen Zeitplan ein Fragezeichen“, kommentierte Rapp den Vorschlag der Verwaltung, den Kreistag im Mai zunächst das Verhandlungsergebnis mit dem VVS annehmen  zu lassen und im Herbst endgültig über den Beitritt des Landkreises zum VVS abstimmen zu lassen. Rapp monierte das Fehlen eines Finanzierungskonzepts. Doch genau um dieses zu erarbeiten, solle die Zeit zwischen Mai und Herbst genutzt werden, betonten Landrat Wolff und Verkehrsplaner Jörg-Michael Wienecke.

Die Gemeinderäte in Göppingen und Wäschenbeuren haben in ihren jüngsten Sitzungen Resolutionen für einen VVS-Beitritt verabschiedet. Am Dienstagabend stand das Thema auch in Ebersbach auf der Tagesordnung.

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