Göppingen Vorurteile abbauen

Göppingen / MARGIT HAAS 18.01.2014
Interkulturelle Angebote, die werden bei SOS-Kinder- und Jugendhilfen Göppingen immer wichtiger. Bislang fehlt aber das Spiel- und Lernmaterial.

"In allen Angeboten von SOS-Kinder- und Jugendhilfen wird ein wachsender Bedarf an der Arbeit mit interkulturellen Themen immer deutlicher", stellt Monika Pandikow, die Leiterin der Einrichtung fest. "In der offenen Kinder- und Jugendarbeit zählen vermehrt auch Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingsfamilien zu unseren regelmäßigen Besuchern."

Aber auch in Schulklassen, im Kinderhaus und in den Hilfen zur Erziehung finden sich Kinder, Jugendliche oder Erwachsene mit ganz unterschiedlichen Migrationshintergründen wieder. Deshalb sei es wichtiger Bestandteil der sozialpädagogischen Arbeit, interkulturelle Themen zu erkennen, aufzugreifen und gemeinsam zu bearbeiten.

Zwischenzeitlich gibt es dafür auch eine ganze Reihe von Spiel- und Lernmaterialien. "Sie können die interkulturelle Kompetenz der verschiedenen Ziel- und Altersgruppen fördern." Im Vordergrund stehe dabei die eigene kulturelle Herkunft zu erkennen und zuzuordnen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist auch die Auseinandersetzung mit anderen Norm- und Wertevorstellungen. So werden Vorurteile abgebaut, das Empathievermögen geschult und gegenseitiges Verständnis geschaffen.

Beim Spielen kann auch ohne Sprachkenntnisse Gemeinsames erlebt werden, können Gefühle ausgedrückt und quasi nebenher spielerisch die deutsche Sprache gelernt werden. Die "Spielkiste" ist mit mehrsprachigen Büchern ausgestattet, enthält Puppen mit verschiedenen Hautfarben und "Outfits". Zu ihr gehören aber auch ein interkulturelles Kochbuch und ein Zauberkasten. Mit 500 Euro wird der Kauf der Materialkiste von den "Guten Taten" unterstützt. "Die themenspezifische Fortbildung unserer Mitarbeiter finanziert der Verein SOS Kinderdorf", erklärt Pandikow.

Der Verein