Vortrag Vortrag: Klimakrisen in Schwaben

Der achtstöckige „Alte Bau“ in Geislingen wurde durch die Reichsstadt Ulm 1445 als Getreidespeicher gebaut.
Der achtstöckige „Alte Bau“ in Geislingen wurde durch die Reichsstadt Ulm 1445 als Getreidespeicher gebaut. © Foto: Stadt
Göppingen / SWP 03.04.2018

„Klimaextreme und Versorgungskrisen. Hungersnöte im Schwaben des ausgehenden Mittelalters“ lautet der Titel eines Vortrags, den Dr. Christian Jörg von der Universität Tübingen am Dienstag, 10. April, im Museum Storchen in Göppingen halten wird. Die Veranstaltung des Geschichts- und Altertumsvereins Göppingen beginnt um 19.30 Uhr.

Brotgetreide lieferte im Mittelalter die wesentliche Nahrungsgrundlage für die städtische Bevölkerung. Daher waren gerade die Ärmeren bei den häufig gewaltigen Kornpreissteigerungen großen Belastungen ausgesetzt. Nun kam es im späten Mittelalter zu einer Verschiebung der klimatischen Rahmenbedingungen: Auf die Gunstphase des sogenannten „Hochmittelalterlichen Wärmeoptimums“ folgte der Beginn einer Phase, die heute zumeist als „Kleine Eiszeit“ charakterisiert wird. Dies beeinflusste auch die agrarwirtschaftlichen Voraussetzungen maßgeblich. Durch diese Konstellationen und die hinzutretende Spekulation auf dem städtischen Getreidemarkt wandelten sich nicht zuletzt auch die Bedingungen städtischer Versorgungspolitik.

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