Göppingen Vortrag über Schickhardt und sein Inventarium

In seinem "Inventarium" verzeichnete Schickhardt auch den Pokal, den ihm die "Herren zu Göppingen" für den Entwurf einer Filsbrücke am 18. Mai 1626 überreichten. Foto: Stadt Göppingen
In seinem "Inventarium" verzeichnete Schickhardt auch den Pokal, den ihm die "Herren zu Göppingen" für den Entwurf einer Filsbrücke am 18. Mai 1626 überreichten. Foto: Stadt Göppingen
Göppingen / SWP 20.02.2014

Heinrich Schickhardt, der Baumeister der Renaissance, und sein "Inventarium" stehen im Mittelpunkt eines Vortrags mit Buchpräsentation am Dienstag, 25. Februar, im Klinikum Christophsbad. Beginn ist um 19.30 Uhr im Herrensaal.

Der Bad Boller Gemeindearchivar Eckhard Christof hat in mehrjähriger ehrenamtlicher Arbeit zusammen mit André Bouvard und Charles Zumsteeg das von Heinrich Schickhardt geführte Verzeichnis seiner Werke und Güter bearbeitet und die Einträge in der Sprache des 17. Jahrhunderts in modernes Deutsch "übersetzt".

Ausgehend von dieser intensiven Beschäftigung mit dem Renaissance-Baumeister Heinrich Schickhardt wird Christof auf Einladung von Archiv und Museen der Stadt Göppingen im Herrensaal des Christophsbad mit vielen Bildern Schickhardts Lebenswerk aufzeigen. Der Baumeister schuf nicht nur die Göppinger Stadtkirche und das Badhaus im Christophsbad, sondern zum Beispiel auch das Alte Rathaus in Esslingen und die Ulrichsbrücke in Köngen. Auch plante er die Stadt Freudenstadt und die Neustadt von Montbéliard. Als Universalgenie konstruierte er Mühlen, Schmelzhütten, Hammerwerke und vieles andere.

Die Veranstaltung wird die Göppinger Kulturbürgermeisterin Gabriele Zull mit einem Grußwort eröffnen. Denise Rietsch aus Horbourg-Wihr, Präsidentin der "Kulturstraße des Europarats Heinrich Schickhardt", wird ebenfalls anwesend sein. Denise Rietsch hat die Initiative zur Herausgabe des "Inventariums" ergriffen, sie wird das aufwendig gestaltete Buch vorstellen.