Vor 200 Jahren litt unsere Region an einer Klimakatastrophe. Schweren Gewittern, Hagelunwettern und Überschwemmungen des Sommers 1816 folgte ein besonders strenger Winter.

Den wahren Grund dieser Katastrophe, der Ausbruch des Vulkans Tambora im April 1815 im fernen Südostasien, kannte damals niemand. Viel wurde spekuliert: Handelte es sich um ein göttliches Strafgericht oder waren doch Sonnenflecken beziehungsweise das Vordringen des arktischen Eises im Nordatlantik der Grund? War gar Benjamin Franklin an allem schuld? Sicher konnten nur die Symptome der Katastrophe wahrgenommen werden: Unwetter, Missernten und Hungersnöte.

Am Dienstag, 29. November, wird Sabine Holtz, gebürtige Süßenerin und Professorin für Landesgeschichte an der Universität Stuttgart, die beträchtlichen Auswirkungen schildern, die der Ausbruch des Tambora hatte. Diese waren auch im Filstal zu spüren. Der Vortrag findet im Museum im Storchen statt. Er beginnt um 19.30 Uhr.