"Seit einigen Jahren spielt man schon mit dem Gedanken, ein eigenes Restaurant zu öffnen und jetzt haben wir den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt", berichtet Wolfgang Reichert. Der gebürtige Göppinger eröffnet zusammen mit seiner Frau den "Wilden Schwob" in der TV-Jahn-Gaststätte. Er ist gelernter Koch und langjähriger Gastronom, seine Frau Sonja Failla-Reichert wird alleinige Inhaberin werden. Sie ist gelernte kaufmännische Kraft und wird sich um die Büroarbeit kümmern. Los geht's am 1. April.

"Unser Schwerpunkt liegt beim heimischen Wild, eine wichtige Rolle spielt auch die schwäbische Küche. Wir setzen auf regionale, saisonale und saisonbedingte Produkte. Bei uns wird frisch gekocht, deswegen wird es eine kleine Standardkarte geben", erzählt das Ehepaar Reichert. Die beiden finden, dass mittlerweile alle Nationen in den Göppinger Restaurants vertreten seien und die Zeit wieder reif für die "urschwäbische" Küche sei. "Nur noch selten findet man eine deutsche Küche, die auch von einem deutschen Wirt geführt wird", meint Wolfgang Reichert.

Das Ehepaar hofft auf eine gute Sommersaison, um den schönen Biergarten mit dem großen Grill nutzen zu können. In Planung sind auch einige Events, wie Grill- und Cocktailabende. "Wir wollen den Biergarten zum Leben erwecken", meint Wolfgang Reichert. "An den Wochenenden wollen wir zusätzlich Kaffee und Kuchen anbieten", sagt er.

Im ehemaligen Filmcafé wird man schon bald auf ein modernes asiatisches Restaurant auf gehobenem Niveau mit dem Namen "Miyado" treffen. Die Räumlichkeiten sind gegenwärtig im Umbau und die Arbeiten dort im Gange. Die geplante Eröffnung soll am 1.Juni stattfinden. Ein Ehepaar wird das asiatische Restaurant betreiben, die Frau kommt aus Österreich mit asiatischer Herkunft, ihr Ehemann ist Chinese. "Das Miyado wird ein Farbtupfer in der Bleichstraße sein", freut sich der Geschäftsführer der Wohnbau Göppingen, Volker Kurz, der die Räumlichkeiten vermietet.

Zum 1.Juni wird es im "Capone" an der Poststraße einen Besitzerwechsel geben, der Betrieb läuft aber ganz normal mit den bisherigen Mitarbeitern weiter.

Was sich bewährt hat: Die Wohnbau hat den "Writer's Irish Pub" schon seit drei, vier Jahren an den Iren Liam Cassidy verpachtet. Wohnbau-Geschäftsführer Kurz ist sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit mit Cassidy und denkt, dass dies auf Gegenseitigkeit beruht. "Es steht nichts zu einem Abriss des Gebäudes fest", betont Kurz.