Bad Boll Von der Regenblume zur Ringelblume

SWP 11.08.2012
Die Ringelblume ähnelt mit ihrem Wesen dem verletzten Gewebe, das mit Entzündung reagierend totes Gewebe eitrig abstößt. Neu wucherndes Gewebe muss geformt werden und einem ordnenden Prinzip folgen.

Die Calendula unterstützt diese Hautprozesse besonders bei schlecht heilenden, entzündeten Wunden. In der Kosmetik findet sie ihren Platz dort, wo Haut beruhigt werden soll.

Der Beiname "officinalis" bedeutet soviel wie heilkräftig. Die Pflanze wirkt desinfizierend und lindert Mückenstiche, stillt kleine Blutungen und hilft bei Hautverletzungen sowie Venenentzündungen.

Die Wirkstoffe verstärken die Fibrinbildung, was zu einem raschen Wundverschluss führt. Dazu kommt eine granulationsfördernde Wirkung. Ringelblumenanwendungen helfen auch bei wunden Kinderpopos und Krampfadergeschwüren, außerdem bei rissigen Händen und Lippen.

Regenblume nannte man die Ringelblume früher: Denn wenn ihre Blüten um 8 Uhr morgens noch geschlossen sind, kommt an diesem Tag sicher Regen. Den Namen Wucherblume verstehen alle Gärtner, da die seltsam geringelten Samen, daher der Name Ringelblume, fleißig aussamen und die Pflanzen sich über den ganzen Garten ausbreiten.