Wer kennt sie nicht? Marlene Dietrich, die legendäre Schauspielerin und Sängerin. Fasziniert vom Mythos dieser herausragenden Künstlerin haben sich Silke Abraham, Anke Thiel und Michaela Armelini unter dem Namen „projekt dreiSAM“  zusammengetan. Als Hommage an diesen Weltstar inszenieren sie das Theaterstück „Marlene“.

Es hat Tradition, dass im November die Theatergruppe „Abgeschminkt“ der Kolpingfamilie Donzdorf ein kurzweiliges Lustspiel aufführt. Dieses Jahr macht allerdings „Abgeschminkt“ eine Pause und gibt die Bühne im Martinushaus für das Schauspiel „Marlene“ frei. Das Frauentrio, jede eng verbandelt mit der Kolpingfamilie, will sich damit einen Traum verwirklichen. Für Silke Abraham aus Gingen, hauptberuflich als Lehrerin tätig, ist es das erste Ein-Personen-Stück als Regisseurin. Als ausgebildete Theaterpädagogin führt sie seit Jahren bei den Stücken von „Abgeschminkt“ Regie. „Marlene Dietrich fasziniert mich als Frau wie als Schauspielerin“, macht Abraham deutlich.

Anke Thiel hat ein Faible für die Kleinkunstszene und schreibt leidenschaftlich gerne. Die anspruchsvollen Büttenreden der „Arm Zigeunerfrau“, die sie Michaela Armelini für die Donzdorfer Fasnet förmlich auf den Leib schreibt, stammen alle aus ihrer Feder. Zum ersten Mal hat sie nun ein Theaterstück geschrieben.

Keine Frage, dass Michaela Armelini die Rolle der Marlene spielt. Sie verfügt über reichlich Bühnenerfahrung. Mit dem Theaterspiel begann sie als Schülerin in der Theater AG des Rechberg-Gymnasiums unter der Leitung von Gerhart Kraner. Ihre Bühnenleidenschaft setzte sie bei der Fasnet und bei „Abgeschminkt“ fort. Ein Solostück zu spielen, ist für Armelini jedoch eine besondere Herausforderung. „Dazu noch die Marlene Dietrich, das ist gleichzeitig faszinierend wie auch schwierig“, gibt die 44-jährige aufrichtig zu.

Intensiv hat sie sich im Vorfeld mit der „Marlene“ beschäftigt, hat ihre Gestik und Mimik studiert und sogar Gesangsunterricht genommen. „Je mehr ich mich mit der Dietrich auseinandersetze, umso unsicherer werde ich, ob ich dieser Rolle gerecht werden kann.“ Die Proben erfordern hohe Konzentration. Jede Menge Text, der sitzen muss. „Ich habe noch nie eine vordefinierte Rolle gespielt“, meint Armelini. Sie weiß, dass sie Marlene Dietrich nicht eins zu eins kopieren kann, möchte aber so nah wie möglich am Original sein.

Die Handlung des Stücks ist rasch erzählt. Ort ist eine Künstlergarderobe, irgendwo und irgendwann. Marlene Dietrich bereitet sich auf ihren Auftritt vor. Sie erscheint mal nachdenklich, mal energisch, mal sinnlich, mal tobend. Ihre Disziplin holt sie dabei immer wieder ein. Erst das Scheinwerferlicht der Bühne gibt ihr den endgültigen Halt. Der Zuschauer erhält in fünf Bildern einen Einblick in die Welt der Marlene Dietrich.

Anke Thiel aus Süßen hat im Sommer letzten Jahres mit der ausführlichen Recherche begonnen.  „Anfangs war mir nicht klar, wie viele Personen in dem Stück mitspielen werden und wie sich die Handlung darstellt“, erzählt die 51-Jährige.  „Das entwickelt sich alles beim Schreiben.“  Am Ende sei ihr das Ein-Personen-Stück dann leichter von der Hand gegangen. Ihre kreative Schreibzeit habe sie immer an Weihnachten  und so sei  „Marlene“ in den Wintermonaten entstanden. Um eine hohe Authentizität zu erreichen, verwendete Thiel viele Originalzitate.

Wie ihr erstes Theaterstück nun umgesetzt wird, davon will sie sich überraschen lassen. Bei den Proben ist Thiel jedenfalls nicht dabei. Hier vertraut sie voll ihren beiden Freundinnen. Silke Abraham verrät: „Wir testen viel aus.“ So wird bei den Proben das Skript immer wieder mit Regieanweisungen ergänzt. „Ein Ein-Personen-Stück zu inszenieren ist etwas völlig anderes als mit einer Gruppe zu arbeiten“, hat sie zudem festgestellt. Premiere hat „Marlene“ am 12. November um 20 Uhr im Martinushaus.

Vorstellungen in Donzdorf, Süßen und Geislingen


Aufführungen Premiere hat das Stück „Marlene“ am Samstag, 12. November, um 20 Uhr im Martinushaus in Donzdorf. Aufführungen  folgen am 13., 18. und 19. November sowie am 5. Januar in Süßen in der Zehntscheuer Süßen und am 11. März in der Rätsche in Geislingen.

Akteure „projekt dreiSam“ besteht aus Michaela Armelini, Silke Abraham und Anke Thiel.

Karten Weitere Infos auch zum Vorverkauf gibt es unter www.projektdreisam.de. Karten im Vorverkauf gibt es bei Hut-Schurr in Donzdorf,  ☎ (07162) 929 499.