Kreis Göppingen Viel Geld für Wasserrohre

Auch das Innere des Reinwasserbehälters wurde in Schuss gebracht.
Auch das Innere des Reinwasserbehälters wurde in Schuss gebracht.
SWP 16.03.2012
Viel Geld wird die Wasserversorgung Kornberggruppe dieses und nächstes Jahr im Boden vergraben: Allein die Sanierung der Leitung von Bad Boll nach Weilheim schlägt mit 650 000 Euro zu Buche.

Der Zweckverband der Wasserversorgung Kornberggruppe muss kräftig ins Leitungsnetz investieren. Das spiegelt sich auch in der Finanzplanung der Gruppe wieder, wie jetzt bei der jährlichen Verbandsversammlung im Rathaus in Heiningen deutlich wurde. Im Mittelpunkt standen dabei der Wirtschaftsplan 2012, ein Rückblick auf die Projekte des vergangenen Jahres und der Jahresbericht sowie der Jahresabschluss des Jahres 2010.

853 000 Euro im Erfolgsplan und 576 000 Euro im Vermögensplan umfasst der Wirtschaftsplan der Kornberggruppe für das Jahr 2012, der von der Versammlung einstimmig beschlossen wurde. Der Verbandsvorsitzende, der Eislinger Oberbürgermeister Klaus Heininger, unterstrich, dass nach der Investition in Hochbaumaßnahmen in den nächsten Jahren nun Zug um Zug das Leitungsnetz saniert werden soll. Dazu soll in zwei Bauabschnitten zunächst die Fallleitung vom Boller Sattel nach Weilheim in den Jahren 2012 und 2013 saniert werden. Geschätzte Kosten: 650 000 Euro. Außerdem sind Restarbeiten im Zusammenhang mit der Osttangente in Eislingen notwendig. Herbert Fitterling als Geschäftsführer des Zweckverbandes wies darauf hin, dass in der Finanzplanung weitere Mittel zur Sanierung des 40 Kilometer umfassenden Leitungsnetzes eingestellt sind. Der technische Werkleiter Karl-Heinz Beißwenger berichtete über die Arbeiten, die 2011 stattfanden. Ein Schwerpunkt war die Sanierung des über 60 Jahre alten Reinwasserbehälters in Mühlhausen im Täle. Er dient als Puffer und Vorlagespeicher für die Förderung des Trinkwassers der Kornberggruppe und hat ein Fassungsvermögen von 1000 Kubikmeter. Erfreulich ist, dass entgegen der ursprünglichen Kostenberechnung die Maßnahme nicht mit 362 000 Euro sondern lediglich mit 266 000 Euro zu Buche schlug. Deshalb gab es ein Lob für die Arbeit der technischen Werkleitung.

Auch die Jahresrechnung für 2010 wurde vorgelegt. Die Bilanz belief sich auf 4,1 Millionen Euro, Erträge und Aufwendungen waren mit 772 000 Euro ausgeglichen. Die Verbandsversammlung billigte den Jahresabschluss einstimmig. Und eine weitere gute Nachricht: Die Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) Baden-Württemberg hatte bei der Finanzprüfung des Zweckverbandes für die Jahre 2006 bis 2009 keinerlei Grund zur Beanstandung.