Dem Gesundheitsamt liegen für einige vom Abkochgebot betroffene Gemeinden im Landkreis inzwischen zwei Nachuntersuchungen vor. Für eine Aufhebung des Abkochgebots muss es drei unauffällige Befunde geben. Sollte die dritte unauffällige Nachprobe am Donnerstag vorliegen, könne zumindest für einige Kommunen Entwarnung gegeben werden, kündigte die Gesundheitsbehörde an.
Bei den Untersuchungen des Trinkwassers in Ursenwang wurde allerdings erneut eine Verunreinigung festgestellt. Eine Entwarnung für Ursenwang und Eschenbach sei am Donnerstag daher ausgeschlossen. Auch in Dürnau könne das Abkochgebot frühestens am Freitag aufgehoben werden, da eine Probenahme für die erste Nachuntersuchung in dem Ort erst am Montag möglich gewesen sei.
Alle von der Verunreinigung betroffenen Gemeinden wurden vom Hochbehälter „Boller Sattel“ mit Trinkwasser versorgt. Die Ursache des Störfalls lag vermutlich an den zwei älteren Trinkwasserkammern des Hochbehälters, teilt das Landratsamt mit. Diese sind inzwischen dauerhaft außer Betrieb genommen. Eine erneute Inbetriebnahme wird nicht vor der Sanierung der Wasserkammern erfolgen. Zusätzlich wurde das Leitungsnetz gechlort und gespült.