Die jetzt fünfte Tankstelle hat in dieser Woche in Eislingen aufgemacht. Neben den Zapfsäulen beim Edeka-Markt, den beiden Aral- und der Shell-Station gibt es jetzt auch am südöstlichen Stadtrand eine HEM-Tankstelle.

Wegen der Einschränkungen durch die Corona-Krise musste die HEM-Muttergesellschaft Deutsche Tamoil (siehe Info) auf die offizielle Eröffnungsfeier verzichten, berichtet Pressesprecherin Marion Menken. Der Eislinger Oberbürgermeister Klaus Heininger ließ eine Grußbotschaft übermitteln. Er nennt die verkehrsgünstige Lage der HEM-Station am Eck des Zubringers zur B 10 einen „idealen Standort“ für Pendler und auch für viele Eislinger. „Ich freue mich, dass damit ein weiteres modernes Service-Angebot in unserer Stadt zur Verfügung steht“, wird Heininger zitiert.

Berat Cenk betreibt die Tankstelle am Kreisverkehr am Ende der Ulmer Straße. Für ihn ist es die zweite HEM-Tankstelle. Vor fünf Jahren hatte er die Filiale in Dillingen an der Donau übernommen und zog aus seinem Heimatort Deggingen nach Bayern. Jetzt kehrt er zurück: „Als ich vom Neubau der HEM-Tankstelle in Eislingen erfuhr, habe ich mich sofort beworben und freue mich riesig, dass es gleich geklappt hat“, zitiert ihn eine Pressemitteilung. Cenk würdigt den Mannschaftsgeist seiner Firma. In Eislingen geht er mit vier Angestellten an den Start, sucht aber noch Verstärkung.

Neben Tanken auch Einkaufen und ein Bistro

Neben sechs Zapfpunkten bietet die neue Station eine Textilwaschanlage mit Vorwaschplatz, zwei Serviceplätze für Staubsauger, Wasser und Luft sowie einen Shop und Bistro auf knapp 100 Quadratmetern. Dort gibt es von 6 bis 22 Uhr belegte Brötchen, Bockwurst und Leberkäse. Wegen der aktuellen Kontakteinschränkungen gibt es die Speisen derzeit nur zum Mitnehmen. Zudem können in dem Laden Zeitschriften, Getränke, Lebensmittel, Drogeriewaren und Autozubehör gekauft werden.

AdBlue-Säule aber keine E-Lade-Station

Die Anlage hat auch eine AdBlue-Zapfsäule für Autos und Lastwagen. Lkw können Diesel auch an einer Hochleistungszapfsäule mit erhöhter Pumpgeschwindigkeit zapfen. Eine Ladestation für Elektrofahrzeuge gibt es allerdings in Eislingen nicht. Die gibt es nach Angaben der Pressesprecherin bisher an 21 HEM-Stationen in Deutschland. Insgesamt hat die Firma nach eigenen Angaben in ihre 36. HEM-Station in Baden-Württemberg 1,8 Millionen Euro investiert. Die nächsten Stationen sind laut Internet in Kirchheim/Teck und Schwäbisch Gmünd.

Nach Angaben der Mineralölfirma tanken die Kunden an HEM-Stationen „stets zum garantiert günstigsten Preis der Umgebung“. Dafür sorge die Tiefpreisgarantie via Handy-App. Sie sichere den „besten Preis, auch wenn an der Zapfsäule ein höherer ausgewiesen ist“. Dazu müsse der Kunde die Clever-Tanken-App herunterladen. Bezahlt wird, indem der Strichcode an der Kasse eingescannt wird.

Konzern in libyschem Besitz


Die Deutsche Tamoil GmbH mit Sitz in Hamburg betreibt unter HEM und Tamoil mehr als 400 Tankstellen in Deutschland. Tamoil gehört zur niederländischen Oilinvest-Gruppe, die nach Firmenangaben rund 2200 Tankstellen in Europa und eine eigene Raffinerie in Hamburg betreibt. Oilinvest wiederum ist eine Tochterfirma von Oilinvest International, die in libyschem Besitz ist.

In Deutschland gehört die Tamoil zu den zehn größten Tankstellenketten. Die Firma biete nach eigener Aussage mit der Marke HEM Kraftstoff meist günstiger als große Marken an.

Die Firmengeschichte geht ins Jahr 1925 zurück, als die Herrmann Eggert Kohlenhandelsgesellschaft gegründet wurde. 1954 kam Heizöl hinzu, sie wurde zur Hamburg Eggert Mineralölhandelsgesellschaft umbenannt.

HEM-Tankstellen  haben ihren Schwerpunkt in Norddeutschland, man sei dabei nach Süden zu expandieren, berichtet Pressesprecherin Marion Menken. dgr