Ein Häschen im Karton vor dem Tor des Tierheims, zwei Kätzchen in einem weiteren Karton, gefunden an einer Bushaltestelle in Manzen: Für Eberhard Neubrand vom Göppinger Tierheim beginnt in diesen Tagen wieder eine sorgenvolle Zeit. Im Sommer - und besonders in den Ferien - setzen jedes Jahr zahlreiche Leute ihre Tiere aus, weil sie in den Urlaub fahren und keine Betreuung finden. "Wer sich bei uns meldet, kann sich sicher sein, dass wir das Tier aufnehmen und für die Zeit betreuen", sagt Neubrand.

"Man kann die zuvor noch geliebten Tiere doch nicht einfach wegschmeißen wie Müll", sagt Neubrand. Egal ob Hund oder Katze, der Göppinger verspricht, dass alle tierischen Besucher an der Öde gut versorgt werden. "Die ehrenamtlichen Helfer, vor allem engagierte Jugendliche, gehen mit den Hunden spazieren", erzählt der Vorsitzende des Tierschutzvereins. Die Besitzer müsste dafür einen Beitrag von rund zehn Euro pro Tag bezahlen. "So haben auch die Tiere mal Urlaub", sagt Neubrand lachend.

Wer seine Katze oder seinen Hund nicht mehr behalten kann oder möchte, dem stehen die Mitarbeiter vom Tierheim ebenso mit Rat und Tat zur Seite. "Nachdem wir die Neuankömmlinge ärztlich untersucht haben, suchen wir nach einer Lösung", erzählt Neubrand. Das Heim vermittle die Tiere dann weiter an geeignete neue Besitzer.

Als Problem betrachtet Neubrand auch, dass immer mehr Wildtiere abgegeben werden. Waschbären, Enten, Marder: Im Tierheim gehts zur Zeit rund. "Dafür wäre eher der Naturschutzbund zuständig."

Info Morgen, Sonntag, findet im Göppinger Tierheim an der Öde das Sommerfest statt. Von 11 bis 17 Uhr laden die Mitglieder des Vereins zum Tag der offenen Tür ein.