Göppingen Trauer um Naturschützer Friedrich Büttner

Mit Friedrich Büttner starb ein engagierter Naturschützer.
Mit Friedrich Büttner starb ein engagierter Naturschützer.
SWP 27.03.2013
Nur wenige Wochen nach seinem 92. Geburtstag ist Friedrich Büttner gestorben. Über 50 Jahre engagierte er sich für den Naturschutz.

Trauer um einen engagierten Naturschützer: Über 50 Jahre war Friedrich Büttner im Deutschen Bund für Vogelschutz (DBV) aktiv, der sich heute Naturschutzbund (Nabu) nennt. Dem langjährigen Vorsitzenden lag nicht nur der Vogelschutz am Herzen, er setzte sich auch nachdrücklich für ökologisch wertvolle Biotope im Stadtgebiet, Straßenbegleitgrün, wandernde Kröten und für die heimischen Wildpflanzen ein.

Der ambitionierte Naturfotograf hatte nicht nur beinahe alle heimischen Wildpflanzen fotografiert, sondern auch viele Mittelmeerländer bereist und hervorragendes Bildmaterial für Vorträge und Publikationen mitgebracht. Für sein überragendes Naturschutzengagement wurde Friedrich Büttner mit der Bürgermedaille der Stadt Göppingen, dem Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland und dem Goldenen Ehrenzeichen des Nabu ausgezeichnet.

Büttner wurde am 2. März 1921 in Göppingen geboren. Nach Volksschule und Höherer Handelsschule absolvierte er eine kaufmännische Lehre bei der Firma Böhringer. 1940 wurde er zum Reichsarbeitdienst und anschließend zur Wehrmacht eingezogen. 1945 wurde er aus russischer Gefangenschaft entlassen. Im April 1952 heiratete Büttner seine Frau Hildegard Müller. Das Ehepaar Büttner hat eine Tochter, zwei Söhne und freute sich über fünf Enkelkinder. Friedrich Büttner arbeitete nach dem Krieg in der Textilbranche, zuletzt als Prokurist in der Kammgarnspinnerei Hofmann in Eislingen.

Neben dem Naturschutzengagement betrieb er das Kurzwellenhören und war begeisterter Anhänger von Frisch Auf Göppingen. Mit seinem Sohn Eckhard zusammen versäumte er kein Heimspiel seiner Handballer. Viele Jahre war er auch als Sportstenograf für die Neue Württembergische Zeitung (NWZ) tätig.