Wäschenbeuren Traktor-Schuppen mit Sonnendach

Garagen-Stafette am Wäschenbeurer Solarpark: Die Gemeinde bietet dort Abstellraum für Hobby-Landwirte.
Garagen-Stafette am Wäschenbeurer Solarpark: Die Gemeinde bietet dort Abstellraum für Hobby-Landwirte. © Foto: Giacinto Carlucci
Wäschenbeuren / NADJA KIENLE 09.08.2012
Zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt Wäschenbeuren an der früheren Erddeponie: Der Solarpark wird flankiert von Garagen für Hobby-Landwirte.

Ein klotziges Bauwerk sitzt am Rand des Wäschenbeurener Solarparks, der vor kurzem eingeweiht worden ist. Es sieht aus wie eine Stafette von riesigen Schachteln. Gemeinschaftsschuppenanlage heißt das Bauwerk - ein bisschen untertrieben, denn die "Schuppen" sind aus massivem Beton. Sechs Doppel- und eine Einzelgarage warten darauf, von Hobby-Landwirten in Besitz genommen zu werden. Die können dort Traktoren und Geräte zur Pflege der Kulturlandschaft unterstellen.

Die Gemeinde hat das mal als Angebot geschaffen, in Erwartung eines Bedarfs. Und der scheint sich zu bestätigen. "Anfragen gibt es schon", sagt Bürgermeister Karl Vesenmaier. Er sieht das als Investition auf lange Sicht. Die Garagen stünden 100 Jahre, da könne man die Belegung in Ruhe auf sich zukommen lassen.

"Die sechs Doppelgaragen können je nach Bedarf auch problemlos in Einzelgaragen abgetrennt werden", erklärt das Rathaus-Team. Während die Doppelgaragen mit 55 Quadratmetern für 90 Euro im Monat über die Gemeinde angemietet werden können, sind die halb so großen Einzelgaragen für 50 Euro monatlich zu haben. Die neuen Schuppen können allerdings nur an Tätige im Bereich der Land- oder Forstwirtschaft vermietet werden. Bürger und Vereine, die Streuobstwiesen mit entsprechend vielen Bäumen pflegen und erhalten, können dabei ebenfalls bei der Anmietung zum Zuge kommen.

Die Idee für die Gemeinschaftsschuppenanlage war dabei: "Störende Einzelschuppen außerhalb der Ortschaft sollen auch zukünftig auf der Gemarkung weitgehend vermieden werden." Optisch fällt die neue Schuppenanlage beim Kompostplatz in jedem Fall kaum auf, denn die Schuppen wurden in den Hang eingegraben und dienen dabei gewissermaßen noch der Gewinnung von "grüner Energie": Die begrünten Dächer der Schuppen sind mit Modulen des neuen Solarparks bestückt.

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