Göppingen Tragbare Kabinenfrisur

Schnelles und genaues Arbeiten war vor 25 Jahren gefordert: In einer festgelegten Zeit musste eine modische Frisur entstehen. Foto: Archiv
Schnelles und genaues Arbeiten war vor 25 Jahren gefordert: In einer festgelegten Zeit musste eine modische Frisur entstehen. Foto: Archiv
ELKE BERGER 28.04.2012
Rund 200 Teilnehmer wetteiferten vor 25 Jahren um den Staufenpokal und die goldene Plakette der Stadt Göppingen. Modische und klassische Frisuren mussten in einem bestimmten Zeitrahmen gezaubert werden.

Fetzige Musik klang aus den Lautsprechern, Scheinwerfer waren auf den in der Mitte der Stadthalle aufgebauten Steg gerichtet: Aber nicht Mannequins und Dressmen führten dort vor, was der Sommer an modischen Neuigkeiten zu bieten hat, sondern Friseurinnen und Friseure zeigten ihre Kunst am Schopf.

Zum 13. Mal veranstaltete die Friseurinnung Göppingen zusammen mit der Stuttgarter "Arbeitsgemeinschaft moderner Coiffeure professionel" den Wettbewerb, der mittlerweile im zweijährigen Turnus stattfand. In zwölf Einzelwettbewerben hatten Friseure und Friseurlehrlinge verschiedene Aufgaben zu erfüllen, wie die NWZ berichtete. Beispielsweise waren eine tragbare Kabinenfrisur im internationalen Modetrend zu erstellen oder spezielle Damen- und Herrenschnitte. Bei den Wettbewerben der Sonderklasse gehe es um das perfekte Frisieren. "Das ist Zuckerbäckerarbeit, da muss jede Strähne sitzen", erklärte Peter Peltier, Zuständiger für die Öffentlichkeitsarbeit der Friseurinnung Göppingen. Kurzhaarfrisuren dominierten, langes Nackenhaar sei inzwischen passé.

Der Höhepunkt des Wettbewerbs war das Fertigen einer Galafrisur unter Verwendung eines Haarteils. Vorrangig der Jugendförderung diene der Wettbewerb und so freue man sich über das besonders große Interesse von jungen Leuten an diesem Wettbewerb. "Viele, die Europa- oder Weltmeister geworden sind, haben zuerst einmal den Stauferpokal gewonnen", erklärte Peltier die Wichtigkeit der Auszeichnung.